Abteilung Friedrichstal

Abteilung Friedrichstal

Sie wohnen in Friedrichstal und haben Interesse an der Feuerwehr Stutensee, dann wenden Sie sich bitte an

friedrichstal@feuerwehr-stutensee.de

Ansprechpartner

Matthias Stirm

Abteilungskommandant

Kai Kössl

1. StV Abteilungskommandant
Adresse

Feuerwehrgerätehaus Friedrichstal
Rheinstraße Ost 14
76297 Stutensee

Alexander Lang

2. StV Abteilungskommandant

Chronik

1868 – 1899

Am 30. März 1868 wurde die Freiwillige Feuerwehr Friedrichstal gegründet. Unter dem Wahlspruch „Gott zur Ehr, dem nächsten zur Wehr“ traten 30 selbstlose Männer der jungen Feuerwehr bei. Die Feuerwehr Friedrichstal musste am 1. Oktober bei einem Großbrand in Liedolsheim Überlandhilfe leisten. Trotzdem konnten 31 Gebäude nicht mehr gerettet werden. Mit einer vierrädrigen Fahrspritze und einer Handspritze erfüllte die Friedrichstaler Wehr die Forderungen der 1874 verabschiedeten Feuerlöschordnung. Am 24. Juni 1899 löschte die Wehr einen Großbrand in der Hauptstraße 1-11.

1904 – 1918

Im Jahr des 40-jährigen Bestehens schaffte die Gemeinde eine vierrädrige Fahrspritze mit Saugwerk und dem erforderlichen Schlauchmaterial an. Einige Jahre später wurde im Erdgeschoss des alten Rathauses am Marktplatz der Wehr ein Spritzenhaus eingerichtet. In der Rheinstraße 78-84 wurde am 11. September von der Friedrichstaler Wehr ein Wohnhausbrand gelöscht. Am 25. November konnten die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichstal durch ein beherztes Eingreifen einen Brand Ecke Schiller- und Parkstraße in kürzester Zeit löschen. Über 30 Feuerwehrkameraden wurden später zum Dienst am Vaterland gerufen. Aufgrund des 1. Weltkrieges konnte das 50-jährige Jubiläum der Friedrichstaler Wehr nicht gefeiert werden.

1920 – 1938

Beim großen Eisenbahnunglück im Bereich des Bahnübergangs Grabener Straße am 19. August musste die Freiwillige Feuerwehr Friedrichstal technische Hilfe leisten. Die Wehr wurde im Jahr 1925 durch 17 Musiker des Musikvereins „Lyra“ verstärkt. Am 9. Juli 1933 löschte die Freiwillige Feuerwehr Friedrichstal einen Brand in zwei Scheunen in der Hauptstraße 40, die sich in Folge eines Blitzeinschlages entzündet hatten. Ein Jahr später fand erstmals eine gemeinsame Übung mit der frisch gegründeten Sanitätsabteilung statt. Die im Jahr 1938 gekaufte Motorspritze brachte der Wehr Erleichterung bei ihren Einsätzen.

1941 – 1960

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli wurde Friedrichstal von Brandbomben getroffen. Da viele Feuerwehrkameraden zum Kriegsdienst einberufen waren, musste eine Hilfsmannschaft aufgestellt werden, um die entstandenen Brände zu löschen. Bis Ende des Jahres waren von 91 Feuerwehrmännern 46 zum Kriegsdienst einberufen. Dennoch musste Wehrführer Sigmund Hengst und sein Stellvertreter Alfred Herlan mit ihren Männern die durch Brandbomben entstandenen Brände löschen. Die Feuerwehr leistete mit ihrer Hilfsmannschaft trotz drohender Gefahr durch Fliegerangriffe vorbildliche Arbeit. Am 3. April 1945 besetzten die französischen Truppen Friedrichstal. Fünf Jahre später fand unter Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichstal am 21. Mai das 250-jährige Jubiläum der Gemeinde Friedrichstal statt. Kurze Zeit danach erhielt Max Kampmann als erster Feuerwehrkamerad der Friedrichstaler Wehr das Amt des Unterkreisbrandmeisters. Im Jahr 1955 erhielt die Feuerwehr ein Löschfahrzeug der Marke Opel Blitz. Es erleichterte mit seiner modernen Technik die Arbeit der Wehr erheblich, außerdem stellte die Gemeinde für alle Feuerwehrangehörigen eine persönliche Ausrüstung zur Verfügung.

1962 – 1994

Das Amt des Katastrophenbereitschaftsführers wurde an Karl Kampmann vergeben. Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums wurde der freiwilligen Feuerwehr Friedrichstal von der Gemeinde im Rahmen eines Feuerwehrfestes ein neues Löschfahrzeug (LF16) überreicht. Im Rahmen des Zusammenschlusses der Gemeinden Friedrichstal, Staffort, Spöck, Büchig und Blankenloch wurden auch die einzelnen Wehren zu einer Stutenseewehr vereinigt. 1976 wurde die Jugendfeuerwehr Friedrichstal gegründet. Um die Alarmierungszeit erheblich zu verringern, wurde die Wehr mit Funkmeldeempfängern ausgestattet. Kurz darauf wurde der alte Opel Blitz durch ein neues LF 8 ersetzt. Durch den Um- bzw. Neubau des Gerätehauses konnte die Wehr unter einem Dach vereint werden. Anlässlich des 120-jährigen Bestehens der Wehr erhielt sie einen Mannschaftstransportwagen überreicht. Rechtzeitig zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr traf das neue LF 16 ein. Am 3. August 1994 war unsere Wehr zusammen mit den Nachbarwehren aus Stutensee beim Brand im Hardtwald im Einsatz. Durch die Benutzung eines Löschteiches konnte eine Katastrophe verhindert werden.

1997 – 1999

Der wohl größte Brandeinsatz in der Geschichte unserer Feuerwehr war der Brand der Friedrichstaler Mühle am 24. September 1997. Rund 200 Feuerwehrleute aus dem ganzen Landkreis waren im Einsatz. Der Schaden belief sich auf ca. 10 Millionen D-Mark. Generationenwechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichstal: Zum Zeitpunkt der Wahl hatten die gewählten Kameraden mit Frank Giraud als neuem Kommandanten ein Durchschnittsalter von 27 Jahren und war zum damaligen Zeitpunkt die wohl die jüngste Führungsspitze in der 130-jährigen Geschichte unserer Feuerwehr. Eine der Höhepunkte war die Teilnahme am Historischen Umzug anlässlich der 300-Jahrfeier von Friedrichstal am 11. Juli. Wie es der Name schon sagt, waren alle Teilnehmer in historischen Uniformen, das heißt mit weißen Jacken, Messinghelmen und Hakengurten beteiligt. Im Dezember sorgten einige Winterstürme wie Orkan „Lothar“ für ein sprunghaft angestiegenes Einsatzgeschehen mit dutzenden umgestürzter Bäume. Gottseidank blieb es bei Sachschäden.

2001 – 2004

Knapp 3 Monate nach dem Brand einer Scheune in der Schillerstraße im Juli galt es den nächsten Großbrand zu meistern: Es brannte das Obergeschoss und der Dachstuhl eines Wohnhauses an der Ecke Forlenfeld und Straße der Picardie. Beide Brände waren mit sechsstelligen Sachschäden verbunden. Die große Einsatzbereitschaft der Friedrichstaler Feuerwehr und der unterstützenden Wehren begrenzte den Brand auf Teile des Gebäudes und verhinderte Schlimmeres. Am 4. November, fand die Ausgabe der digitalen Funkmeldeempfänger statt, die die teilweise 20 Jahre alten (und mittlerweile technisch veralteten) Meldeempfänger ablösten. Am Abend des 1. Weihnachtstages wurde die Friedrichstaler Wehr zu einem Wohnhaus mit ausgedehntem Dachstuhlbrand in der Hirschstraße gerufen. Zusammen mit den Wehren aus Spöck und Linkenheim konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Nachbargebäude verhindert werden. Erstmals nach 10 Jahren nahmen wieder 2 Gruppen unserer Feuerwehr an den Leistungsübungen teil. Es konnten beide Gruppen in Östringen den geforderten Löschangriff weit unter der erlaubten Zeit absolvieren und somit das Leistungsabzeichen in Bronze von Kreisbrandmeister Thomas Hauck entgegennehmen. Im Jahr 2004 musste der Spielmannszug nach über 50 Jahren wegen fehlendem Nachwuchs, und auch durch das hohe Alter der Kameraden bedingt, aufgelöst werden. Am 13. November wurde in Kooperation mit den anderen Stutenseer Feuerwehrabteilungen eine sogenannte Alarmzonenübung durchgeführt. Übungsannahme war eine Großschadenslage, in diesem Fall ein starkes Unwetter, wie es ja bekanntermaßen vor einige Jahre zuvor beim Sturm „Lothar“ bittere Realität war. Mit den aus dieser Übung gewonnen Erkenntnissen sind wir nun besser auf eventuell eintretende „Großereignisse“ vorbereitet.

2005 – 2006

Auf der K3579 in Richtung Leopoldshafen verunglückten 2 junge Männer mit ihrem Auto tödlich. Trotz des schnellen Eintreffens unserer Kollegen vom Forschungszentrum Karlsruhe blieb nur noch die traurige Aufgabe, die 2 toten Männer aus dem ausgebrannten PKW zu bergen. Unter dem Motto „Fit for Firefighting“ fand am 2. Juli in der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal der 1. Feuerwehr-Duathlon Baden-Württembergs statt. Dabei musste eine Strecke von 5 Kilometern gelaufen und anschließend 20 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Unter den Teilnehmern aus Stutensee waren auch einige Friedrichstaler Kameraden. Am 25. November konnte im Rahmen einer kleinen Feierstunde endlich der Gerätewagen offiziell in den Einsatzdienst übernommen werden. Bei den Löscheinsätzen war der Brand am 21. Juni 2006 bei der Spedition Mahler besonders umfangreich. Die als Werkstatt genutzte Halle brannte beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in voller Ausdehnung. Ein Übergreifen der Flammen auf 2 Treibstofftanks konnte noch verhindert werden. Bei diesem Einsatz waren 24 Fahrzeuge mit rund 120 Feuerwehrleuten beteiligt. Der Sachschaden belief sich auf ca. 2,5 Millionen Euro. Die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Armin Mommsen feierte im Jahr 2006 ihr 30-jähriges Bestehen mit einer Übung beim Kindergarten in der Hardtwaldstraße.

2007 – 2009

Nach über 20 Jahren trainierten wieder einige Kameraden für das Leistungsabzeichen in Gold. Nach übungsintensiven Wochen war es dann am 15. Juni soweit: In Malsch fanden die Prüfungen zur Abnahme der Leistungsabzeichen statt. Die Abteilung Friedrichstal ging mit 2 Gruppen an den Start und konnte nach all den Anstrengungen die begehrten Abzeichen in Gold in Empfang nehmen. An zwei Dienstabenden im September gab es einen Infoaustausch und praktischen Übungsteil der Friedrichstaler Wehr in Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk des Ortsverbandes Dettenheim. Die Feuerwehrleute bauten zusammen mit Helfern des THW mittels Einsatzgerüstsystem eine Dekontaminations-Schleuse auf. Neben der Darstellung des Nutzens der Dekon-Schleuse konnte die Zusammenarbeit beider Einheiten gefördert werden. Am 25. Juli fand das Familienfest der Abteilung Friedrichstal statt, bei dem vor allem neben der Feier an sich der besonders wertschätzende Dank an die Familienangehörigen gerichtet wurde, sei es für ihre unentbehrliche Mithilfe bei Veranstaltungen oder das Verständnis, wenn der Partner beim Übungsabend ist oder zum Einsatz gerufen wird.

2010 – 2012

Prävention ist alles und so besichtigten Ende März einige Kameraden die nahegelegene Rheintalmühle, um sich mit den Besonderheiten des Gebäudes vertraut zu machen und somit bei einem eventuellen Einsatz besser gerüstet zu sein. Alle Feuerwehrleute zeigten sich von der Größe und Einrichtung der Mühle beeindruckt. Erstmals gab es eine „Warteliste“, um in die Jugendfeuerwehr aufgenommen zu werden, da die Jugendabteilung mit 22 Mitglieder an der Kapazitätsgrenze war. Für die nicht alltägliche Zugehörigkeit von 60 Jahren wurde Ehrenmitglied Hermann Gorenflo am 25. März bei der Generalversammlung der Gesamtfeuerwehr Stutensee in der Spechaahalle in Spöck gewürdigt. Das neue Löschfahrzeug LF 20 wurde am 31. Januar 2012 zusammen mit dem baugleichen Modell für die Abteilung Blankenloch bei einer Feierstunde offiziell in Dienst gestellt.

2013 – 2014

Anfang des Jahres wurde als Ersatzbeschaffung für das 25 Jahre alte Fahrzeug ein neuer Mannschaftstransportwagen in Dienst gestellt. Von den insgesamt 17 Löscheinsätzen im Jahr 2013 war der Brand in einer Bäckerei in Blankenloch am 1. August der wohl am höchsten einzustufende Einsatz. Mit Atemschutzträgern der Abteilung Friedrichstal konnten die Kameraden aus Blankenloch bei der Brandbekämpfung im Innenangriff erfolgreich unterstützt werden. Der langjährige Abteilungskommandant Frank Giraud trat zurück und wurde gemeinsam mit seinem ebenfalls zurückgetretenen Stellvertreter Armin Mommsen gebührend für die hervorragende und vorbildliche Arbeit der vergangenen Jahre an der Spitze der Friedrichstaler Feuerwehr gewürdigt. Der neugewählte Abteilungskommandant Andreas Kroninger war zum Zeitpunkt der Wahl der wahrscheinlich jüngste Kommandant seit Bestehen der Feuerwehr Friedrichstal.

2015

Beim Mühlenbrand am 9. April kam es zwar zu einem sechsstelligen Sachschaden, von den unzähligen Helfern konnte trotz der sehr schweren Bedingungen im Löscheinsatz aber Schlimmeres verhindert werden. Den Einsatzkräften ebenfalls alles abverlangt hatte der Unwettereinsatz in Bretten bei dem am 6. Juni eine Gewitterzelle mit Starkregen und Hagel große Mengen an Schlamm in die Stadt spülte. Hier waren Kameraden aus der Abteilung Spöck und Friedrichstal fast 12 Stunden im Einsatz, um Überlandhilfe zu leisten.

2016 – 2018

Der Tag der offenen Tür fand am 19. Juni statt und stand ganz im Zeichen der Jugendfeuerwehr, die ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Anlässlich dieses Jubiläums wurde dann in diesem Rahmen auch die Jahreshauptübung der Jugendfeuerwehr Stutensee durchgeführt. 2017 war ein wahrscheinlich historisches Jahr, was die Führung der Friedrichstaler Feuerwehr betrifft; denn nach aufgrund persönlicher Ereignisse eingereichten Rücktritts des im Januar frisch gewählten Abteilungskommandanten Jens Nötzel übernahm unterjährig Matthias Stirm im September als Kommandant die Leitung der Abteilung. Eine große Herausforderung stellte am 13. Juni für alle Angehörige der FF Stutensee der Brand im Hochhaus im Ortsteil Blankenloch-Büchig da. Die Abteilung Friedrichstal war mit allen vorhandenen Einsatzfahrzeugen bei den Löscharbeiten beteiligt. Leider kam für 2 Bewohner einer Wohnung jede Hilfe zu spät. Im Jubiläumsjahr 2018 zum 150-jährigen Bestehen der Friedrichstaler Feuerwehr waren vor allem die Jubiläumsfesttage am 15. und 16. September ein echtes Highlight: Der Partyabend mit flotter Musik und der Fire-Fighter-Bar bildete den Festauftakt, Gottesdienst und ein sehr actionreicher Sonntagnachmittag mit allerlei feuerwehrtechnischer Darbietungen, Löschübungen und Drehleiterfahrten dann einen würdigen Abschluss der Feierlichkeiten, die noch lange in Erinnerung bleiben werden. Beim Einsatzgeschehen waren überdurchschnittlich viele Brandeinsätze zu verzeichnen. Eine große Herausforderung stellte für alle Angehörige der FF Stutensee ein Brandstifter dar. Alleine in Friedrichstal waren es 5 Einsätze in kürzester Zeit, bis diese Serie vor Ablauf des Jahres abriss.

2019 – heute

Erneut überstiegen die Brandeinsätze die technischen Hilfeleistungen deutlich. Besonders hervorzuheben war der Gebäudevollbrand in der Brettener Straße am 4. Februar. Trotz schnellen Eintreffens der Einsatzkräfte brannte das Einfamilienhaus völlig aus. Ein Übergreifen auf die Nachbargebäude konnte indes erfolgreich verhindert werden. Erfreulich hingegen der deutlich gestiegene Frauen- und Mädchenanteil auf 10% in der Einsatzabteilung und 25% in der Jugendabteilung der Friedrichstaler Feuerwehr. Im Rahmen des mehrwöchigen Zeltfestivals der Stutenseer Kirchengemeinden im Mai beteiligte sich auch die Friedrichstaler Feuerwehr am sogenannten Blaulichtabend. Mit Vorträgen und einer Live-Demonstration eines Rettungseinsatzes wurde die gute Zusammenarbeit zwischen den Rettungs-und Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst dargestellt. Bei hochsommerlicher Rekordhitze wurde von Angehörigen aller Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee das Leistungsabzeichen in Silber gemeinsam erfolgreich absolviert.