Abteilung Spöck

Abteilung Spöck

Die Abteilung Spöck der Feuerwehr Stutensee besteht aus aktuell 55 aktiven Feuerwehrangehörigen, zehn Angehörigen der Jugendfeuerwehr und acht Kameraden der Altersmannschaft.

An Einsatzfahrzeugen sind ein Löschgruppenfahrzeug LF 20/16, ein Löschgruppenfahrzeug LF 8, ein Rüstwagen RW 1 sowie ein Mannschaftstransportwagen MTW in Spöck stationiert.

Auch befindet sich das Führungshaus der Feuerwehr Stutensee im Feuerwehrgerätehaus Spöck. Hier werden sämtliche Einsätze bei Großschadenslagen, wie z.B. Unwettereinsätze zusammen mit der ILS Karlsruhe geplant und dann zusammen mit den ausrückenden Kräften abgearbeitet.

Sie wohnen in Spöck und haben Interesse an der Feuerwehr Stutensee, dann wenden Sie sich bitte an
spoeck@feuerwehr-stutensee.de

Ansprechpartner

Stefan Friedle

Abteilungskommandant

Jens Sokopp

1. StV Abteilungskommandant
Adresse

Feuerwehrgerätehaus Spöck
Goethestraße 3
76297 Stutensee

Kirsten Hofheinz

2. StV Abteilungskommandant

Chronik

01. Oktober 1872

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte nach einem Brand am 1. Oktober 1872 in Liedolsheim. Diese Erwähnung zählte fortan als Gründungsjahr der Freiwilligen Feuerwehr Spöck. Den Akten beim Bürgermeisteramt ist zu entnehmen, dass der Freiwilligen Feuerwehr Spöck als erstes ein Gemeindehaus aus dem Jahre 1851 überlassen wurde. Dieses diente bis über den ersten Weltkrieg hinweg als Gerätehaus. Ferner wurde ein Schreiben vom 19. Juni 1874 gefunden, worin Friedrich Fetzner als Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr bestätigt wurde. Dies war die erste namentliche Erwähnung eines Mitglieds der Feuerwehr Spöck.

1908 – 1932

Nach den entsprechenden Vorbereitungen und den erforderlichen Beschlüssen des Gemeinderats fand die Gründungsversammlung am 17. März 1908 im Rathaus Spöck statt. Bei dieser Versammlung unterzeichneten 61 Personen ihre Verpflichtung für die Mitgliedschaft bei der Feuerwehr auf drei Jahre. Anschließend wurde Bürgermeister Hofheinz zum ersten Hauptmann gewählt. Durch den Ausbruch des ersten Weltkriegs 1914 wurden viele Mitglieder eingezogen, so dass nur ein kleiner Bestand an Personal der Wehr in der Gemeinde zurückblieb. Nach dem Krieg wurde am 31. August 1918 wieder die erste Generalversammlung abgehalten. Es fanden sich noch 48 Mitglieder bereit zum Feuerwehrdienst. Albert Fetzner übernahm nun als Kommandant die Führung der Feuerwehr Spöck.

Im Jahre 1926 wurde eine mechanische Leiter (METZ-Leiter II) mit Holzrädern beschafft. Diese Leiter hatte eine maximale Höhe von 12 Metern.

1933 – 1945

Am 17. März 1933 feierte die Wehr das 25-jährige Jubiläum ihrer Wiedergründung. Diese hatte damals eine Stärke von genau 100 Mann. Der beginnende zweite Weltkrieg hinterließ jedoch auch hier seine Spuren, so dass aus der Bevölkerung weitere 30 Einwohner verpflichtet wurden in Notsituationen Hilfe zu leisten. Mit der Dauer des Krieges gab es immer mehr Feuerwehrleute, die zur Wehrmacht eingezogen wurden, folglich sank die Zahl der Mitglieder ständig.

Die erste METZ-Motorkraftspritze wurde am 15. August 1940 angeschafft.

Über das Jahr 1945, bis zum Ende des zweiten Weltkrieges sind aus den Akten keine Aufzeichnungen mehr zu ersehen. Es ist jedoch bekannt, dass die Feuerwehr während der Kriegsjahre, insbesondere zum Schluss des zweiten Weltkriegs immer mehr zur Bekämpfung von Bränden nach Luftangriffen eingesetzt wurde, unter anderem auch bei auswärtigen Einsätzen.

1946 – 1970

Mit der aus dem zweiten Weltkrieg verbleibenden Mannschaft und den Geräten wurde mit dem erneuten Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr in Spöck begonnen. Als erster Kommandant wurde Oskar Süß gewählt. Vordingliche Aufgabe war zu dieser Zeit die Planung zum Neubau des Feuerwehrhauses an der Ecke Spechaastrasse und Adlerstrasse und die Ersatzbeschaffung der Tragkraftspritze aus dem Jahre 1926.

Die erste Generalversammlung der Wehr nach Kriegsende fand am 31. Oktober 1947 statt. Es wurden Neuwahlen durchgeführt. Albert Ernst wurde zum ersten Kommandanten ernannt, während Berthold Mack in seinem Amt als zweiter Kommandant bestätigt wurde. Außerdem wurde der Beitrag für die Jahre 1947 und 1948 auf je eine Reichsmark festgesetzt.

Erst im Jahre 1951 wurde mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses an der Adler- und Spechaastrasse begonnen. Hierzu musste das alte Feuerwehrhaus mit Schlauchtrockenturm abgerissen werden. Am 15. Juni 1952 wurde mit einer Großübung, gemeinsam mit den umliegenden Feuerwehren, das neue Feuerwehrhaus eingeweiht. Es wurde bis 1988 genutzt.

In der Generalversammlung am 16. Februar 1962 wurde für den bisherigen Kommandanten, Albert Ernst, Albert Fetzner gewählt. Sein Stellvertreter wurde Leopold Fetzner, welcher gleichzeitig auch als Schriftführer eingesetzt wurde.

1971 – 1979

Bei der Generalversammlung im Januar 1972 wurden die Nachfolger des Kommandanten Albert Fetzner und seines Stellvertreters Leopold Fetzner gewählt. Dabei wurde vereinbart, dass die Nachfolger die Geschäfte sofort nach Beendigung der 100 Jahr Feier am 6. Juli 1972 übernehmen. So wurden der bis dahin tätige Gerätewart Hans Süß zum ersten Kommandanten und der Schriftführer Walter Süß zum zweiten Kommandanten gewählt.

Das Jahr 1975 brachte eine wesentliche Änderung in der wechselvollen Geschichte unserer Wehr. Die selbständige Gemeinde Spöck hatte sich mit den Gemeinden Blankenloch, Friedrichstal und Staffort ab dem 1. Januar 1975 zur Gemeinde Stutensee zusammengeschlossen. Ab diesem Datum war die Wehr nicht mehr selbständige Einheit, sondern ein Bestandteil der Gemeindewehr, nun die „Abteilung Spöck”. Die erste Mitgliederversammlung der Gesamtwehr fand am 20. Oktober 1975 in Spöck statt, bei der Günter Fretz zum Kommandanten und Hans Süß zum Stellvertreter gewählt wurden.

Bei der Generalversammlung der Abteilung Spöck im Januar 1977 wurde der Abteilungskommandant Hans Süß in seinem Amt bestätigt und für den ausscheidenden Stellvertreter Walter Süß wurde Hermann Kemm gewählt. Im gleichen Jahr wurde das TLF 16/25 an unsere Wehr ausgeliefert. Das neue Fahrzeug war unter anderem auch mit einer Rettungsschere und einem Spreizer ausgestattet. Dies war das erste Fahrzeug in Stutensee mit solchen Rettungsgeräten, weshalb künftig die Abteilung Spöck innerhalb der gesamten Gemeinde Stutensee zu technischen Einsätzen gerufen wurde.

Im Jahre 1978 wurde die Jugendfeuerwehr in der Abteilung Spöck gegründet. Dies führte zu einer Verjüngung der aktiven Wehr in den Folgejahren und trägt auch heute noch zum künftigen Fortbestand der Feuerwehr bei. Beim damaligen Kernforschungszentrum wurde 1978 eine Übungsstrecke für Atemschutzgeräteträger installiert, die von unserer Abteilungswehr zu Übungen ab dieser Zeit benutzt wurde.

1980 – 1989

Eine Modernisierung besonderer Art stellte die Einführung der stillen Alarmierung am 1. April 1980 dar. Da bei der Erstbeschaffung nicht für alle Kameraden ein Meldeempfänger zur Verfügung stand, wurden die ersten 15 Geräte vorrangig an unter Tags im Ort tätige und Feuerwehrleute mit besonderen Lehrgängen wie zum Beispiel Maschinisten, Atemschutzgeräteträger und Gruppenführer ausgegeben. Durch diese Maßnahme war es nur in wenigen Ausnahmefällen erforderlich, bei Einsätzen zusätzlich über die Sirene zu alarmieren. In den Folgejahren wurde ständig die Zahl der Meldeempfänger ergänzt.

Ein Höhepunkt des Jahres 1982 war zweifelsohne das 110 jährige Jubiläumsfest unserer Wehr vom 26. – 29. Juni 1982. Die Anschaffung eines Ersatzfahrzeugs für das bereits schon 30 Jahre im Dienst stehende LF 8 (Hanomag) konnte am 6. April 1984 gefeiert werden.

Eine weitere freudige Nachricht war im gleichen Jahr der Beschluss des Ortschafts- und Gemeinderats, mit dem Ankauf des Geländes der Bundespost an der Ecke Goethestrasse und Mozartstrasse. Nach dem Abriss der dort befindlichen Fahrzeughalle sollte hier das neue Feuerwehrgerätehaus errichtet werden.

Bei der Generalversammlung der Gesamtwehr am 22. Februar 1986 wurde unser Abteilungskommandant Hans Süß zum Kommandanten der Gesamtwehr Stutensee gewählt. Am 20. Mai 1987 konnte nach siebenmonatiger Arbeit das Richtfest an unserem neuen Gerätehaus gefeiert werden. Mit dem Richtfest begann der Innenausbau, bei dem unsere Wehr viele Stunden Eigenarbeit einbrachte.

Durch exakte Planung und die geleistete Eigenarbeit erfolgte der Umzug der Gerätschaften vom alten ins neue Feuerwehrhaus im Mai 1988. Bei der Einweihung wurde ein Mannschaftstransportfahrzeug in Dienst gestellt.

1990 – 1997

Eine wesentliche Verbesserung für die Einsatzkraft unserer Wehr war die Beschaffung eines Rüstwagen 1, der in ganz Stutensee bei technischen Hilfeleistungen zum Einsatz kommt. Das neue Fahrzeug wurde am 27. Juli 1990 an die Wehr übergeben.

Bei der Generalversammlung am 10. Januar 1992 standen die Wahlen des Abteilungskommandanten und seines Stellvertreters an. Nachdem der bisherige Abteilungskommandant Hans Süß nach 20 Jahren und sein Stellvertreter Hermann Kemm nach 15 Jahren Tätigkeit ihre Ämter in jüngere Hände abgeben wollten, wurde Klaus-Dieter Süß zum Abteilungskommandant und Klaus Fehrer zu seinem Stellvertreter gewählt. Im August 1993 wurde ein Schlauchboot angeschafft, welches seither auf dem Rüstwagen ständig mitgeführt wird.

Im Jahre 1994 gab es zwei Neuerungen in der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee, Abteilung Spöck. Es wurde damit begonnen, die neue Einsatzkleidung einzuführen. In diesem Jahr wurde auch ein Atemluftkompressor für die Befüllung der Atemluftflaschen installiert. Damit ist nach Einsätzen oder bei längeren Einsätzen ein Befüllen der Atemluftflaschen für alle Abteilungen von Stutensee jederzeit möglich.

Auch wurden im TLF 16/25 zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum untergebracht, was ein Ausrüsten während der Anfahrt und ein sofortiges Arbeiten unter Atemschutz beim Eintreffen an der Einsatzstelle ermöglicht. Auch die Ersatzbeschaffung der neuen Einsatzkleidung wurde weiter durchgeführt. Eine bauliche Veränderung an unserem Gerätehaus wurde in der Art durchgeführt, dass auf der Westseite ein zusätzliches Tor eingebaut wurde. Somit hatte wieder jedes Fahrzeug seine eigene Einfahrt. Bei der Generalversammlung im Januar 1996 wurde ein Festausschuss für die 125 Jahr Feier gebildet. Dieser Ausschuss hat in vielen längeren Sitzungen die notwendigen Vorbereitungen für die Festtage vom 14. bis 16. Juni 1997 getroffen.

1997 – 2000

Der schlimmste Brandeinsatz fand im Jahr 1997 statt, als die Friedrichstaler Mühle brannte und alle Stutenseer Wehren, sowie noch nachalarmierte Nachbarwehren wie Linkenheim-Hochstetten 5 Tage im Einsatz waren.

In diesem Jahr wurde in der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee, Abteilung Spöck die Atemschutzwerkstatt eingerichtet. 1998 wurden der Strahlenspürtrupp sowie das Fachgebiet Nahrungsmittel und Gastronomie ins Leben gerufen. Im Jahre 2000 wurde die digitale Alarmierung eingeführt, womit ein weiterer Schritt in die Zukunft in Sachen Funkmeldeempfänger und Alarmierung getan wurde.