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Knapp vier Wochen nach dem letzten großen Brandeinsatz der Feuerwehr Stutensee, wurde diese am Abend des 30.03.2020 erneut in voller Stärke gefordert.

Ein Vollbrand einer Werkstatt Am Sohlweg in Blankenloch, alarmierte die Einsatzkräfte der Abteilungen Blankenloch und Staffort um 19:08 Uhr mit dem Alarmstichwort Rauchentwicklung im oder aus Gebäude. Schon von weitem war die Rauchwolke zu sehen, die sich vom Industriegebiet in Richtung Karlsruhe ausdehnte. Im Löschfahrzeug der Abteilung Blankenloch wurden daher schon auf der Anfahrt die ersten Befehle erteilt, sodass der Löschangriff vor Ort schnell eingeleitet wurde. Die Erkundung vor Ort und die schnelle Ausdehnung des Brandes veranlasste den Einsatzleiter Klaus Dieter Süß, Vollalarm für die Feuerwehr Stutensee auszulösen, um die Abteilungen Friedrichstal und Spöck noch zum Einsatz dazu zu nehmen.
Da die ersten Löschmaßnahmen mit zwei Rohren wenig erfolgsversprechend waren und die Flammen schon Hitzeschäden am Nachbargebäude hervorriefen, wurde der Löschangriff durch einen Wasserwerfer direkt vor dem Gebäude unterstützt. Gleichzeitig wurde zur Sicherstellung des enormen Löschwasserbedarfseine weitere Zuleitung aus dem Hasenbiel verlegt. Die Drehleiter konnte nun auch mit dem Wasserwerfer die Lösch- und Kühlarbeiten von oben unterstützen und die Riegelstellung auf das Nachbargebäude an der Gebäuderückseite vornehmen. Die Angriffstrupps auf der Gebäudevorderseite wurden immer wieder durch kleinere Explosionen zurückgedrängt. Diese Explosionen waren auf zahlreiche Spraydosen im Inneren des Gebäudes zurückzuführen. Die Trennwand der zweigeteilten Halle hielt dem Brand nicht lange stand, sodass nach kurzer Zeit die komplette Halle in voller Ausdehnung brannte. In dieser konnte schließlich mit dem Wasserwerfer und dem Angriffstrupp ein schnelles Löschergebnis erreicht werden, eine weitere Ausbreitung auf den Wohnbereich des Gebäudes konnte erfolgreich verhindert werden. Ein weiteres Gefahrenpotential im Inneren des Gebäudes stellten jedoch diverse Gasflaschen dar. Glücklicherweise befand sich das vom Eigentümer der Werkstatt benannte Autogenschweißgerät in der linken Hallenhälfte genau an dem beschrieben Ort, sodass der Atemschutztrupp das Schweißgerät mit den Gasflaschen schnell ausmachen konnte. Nachdem festgestellt wurde, dass die Gasflaschen nicht sehr erhitzt waren, wurde das komplette unbeschädigte Schweißgerät aus der Halle entfernt und weit abseits der Einsatzstelle sicher abgestellt. Die Löschmaßnahmen im linken Bereich der Halle waren schnell abgeschlossen, sodass man sich ganz auf den rechten Bereich konzentrieren konnte. Gegen 21 Uhr konnte an die Intergrierte Leitstelle Feuer aus gemeldet werden. Die Nachlöscharbeiten waren gegen 23.45 Uhr beendet.

Die Feuerwehr Stutensee war unter der Leitung von Kommandant Klaus Dieter Süß, seinen beiden Stellvertretern Thomas Mack und Gregor Peters mit 16 Fahrzeugen und 72 Einsatzkräften im Einsatz. Oberbürgermeisterin Petra Becker machte sich ebenfalls ein Bild von der Lage, wie auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Molitor, beratend zur Seite stand. Das DRK Blankenloch und der Rettungsdienst waren unter der Leitung von Andreas Groß-Lany als organisatorischer Leiter Rettungsdienst im Einsatz und sorgten für die Sicherheit der Einsatzkräfte.
Ein herzliches Dankeschön an die Firma Kammerer Elektrotechnik GmbH, welche uns ihre Örtlichkeiten und die Infrastruktur zur Versorgung unserer Kameraden und zur Aufrüstung der Atemschutzgeräte zur Verfügung gestellt haben!