941faa617320 Angehörige der Einsatzabteilung Friedrichstals trainierten bei der vergangenen Übung die Rettung einer eingeklemmten Person bei einem Verkehrsunfall. Dafür hatte ein Kamerad einen alten Pkw zur Verfügung gestellt. Eine Person mimte das Unfallopfer auf dem Fahrersitz. Ziel der Aufgabe war das Üben der richtigen Vorgehensweise auf Grundlage des Rettungsgrundsatzes: Sichern, Zugang schaffen, Lebensrettende Sofortmaßnahmen, Befreien, Übergabe an den Rettungsdienst.

Übungsannahme war, dass die Person schwerstverletzt so schnell wie möglich mit lebensrettenden Sofortmaßnahmen und weiterer Erste Hilfe versorgt werden musste. Die Fahrzeugtüren ließen sich nicht mehr öffnen. Geübt wurde unter einsatzähnlichen Bedingungen. Nach der Anfahrt der alarmierten Rettungsfahrzeuge zum Übungsort erkundete der erste Gruppenführer vor Ort die Unfallstelle und gab dann die Befehle zur Personenrettung. Ein Feuer direkt vor dem verunfallten Pkw musste ebenso unverzüglich gelöscht werden.

00d06fab78Um schneller retten zu können teilte der Einsatzleiter die Aufgaben zwischen zwei Rettungsgruppen auf. Nachdem die Einsatzstelle und der Pkw gesichert waren, entfernten die Einsatzkräfte eine Scheibe. Durch diese Öffnung konnte ein Retter in den Pkw um die Person zu versorgen. Eine bessere Kommunikation zu den Rettungskräften außerhalb war hiermit ebenso gewährleistet. Mit dem vielseitigen Halligan-Werkzeug hebelte ein Retter schließlich die Fahrertür auf. Somit konnte die Person aus dem Pkw befreit und mit einer Trage aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

f1e6204716Im Anschluss wurden die Einsatzmöglichkeiten von hydraulischer Schere und Spreizer am Pkw eingesetzt. Zuletzt übten die Feuerwehrangehörigen die Entfernung des Dachs. Die Einsatzleitung zeigte mögliche Verbesserungen auf, unter anderem das Auffinden der vorhandenen Rettungskarte des Pkw hinter der Sonnenblende auf der Fahrerseite. Mit der Rettungskarte können die Einsatzkräfte schneller bei der Personenrettung aus dem Pkw vorgehen. Diese kann jeder Fahrer beim Fahrzeughersteller erhalten. Laut ADAC bieten mittlerweile alle Hersteller und Importeure diese standardisierten Rettungskarten an.

Feuerwehrleute mit langjähriger Einsatzerfahrung erklärten noch die doch bedeutsamen Unterschiede bei einem wirklichen Einsatz. Abteilungskommandant Andreas Kroninger freute sich über die gelungene Übung mit vielen jungen Feuerwehrangehörigen. Die Zusammenarbeit funktionierte bestens und die Teilnehmer sammelten dabei wichtige Erfahrungen in der Kommunikation untereinander.