Der Fanfarenzug der Abteilung Blankenloch hatte die Jahreshauptversammlung eröffnet120 Mal rückten die 174 Feuerwehrleute in Stutensee im vergangenen Jahr zu Einsätzen aus. Eine Zahl, die nach dem Bericht von Stadtbrandmeister Klaus Fehrer zur Jahreshauptversammlung der Wehr, ein eher normales Jahr wiederspiegle. „Viel wichtiger jedoch ist, dass es uns gelungen ist, im letzten Jahr fünf Menschenleben zu retten“, so Fehrer.

Ein besonders wichtiger Meilenstein im vergangenen Jahr sei die Indienststellung der Drehleiter gewesen. „Schon die Beschaffung selbst war eine interessante, aber auch herausfordernde Sache“, erklärte Fehrer. Aber auch die Umsetzung der Ausbildung habe sich als äußerst arbeitsintensiv erwiesen. Ohnehin habe aber die Fortbildung einen besonders wichtigen Stellenwert. Ein eigenes Fachgebiet hilft mit Leitfäden, die auf die Feuerwehr Stutensee zugeschnitten sind, und  der Ausbildung von Multiplikatoren. „Unser Ziel ist es, die Qualität der Ausbildung weiter zu verbessern und eine gemeinsame taktische Basis zu schaffen“, erklärte der Feuerwehrchef. Für das Jahr 2009 nannte Fehrer wichtige Projekte, die von verschiedenen Arbeitsgruppen angegangen würden. Neben einer verbesserten Ausbildung solle unter anderem zum Schutz der Feuerwehrleute die persönliche Schutzausrüstung optimiert werden.

Zahlreiche Feuerwehrleute konnten für lange Dienstzeiten ausgezeichnet werdenEinen stolzen Zuwachs von 16 neuen Mitgliedern auf insgesamt 103 Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr konnte Stadtjugendwart Dennis Beideck vermelden. „Vier unserer Jugendfeuerwehrleute wechselten im vergangenen Jahr in die aktive Wehr“, berichtete Beideck. In seinem Jahresrückblick schilderte er die unterschiedlichsten Aktivitäten des Feuerwehrnachwuchses, bei denen auch verstärkt ein Augenmerk auf gemeinsame Aktionen gelegt wird.

Oberbürgermeister Klaus Demal würdigte die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Ehrenamt in der Feuerwehr weiter gefördert werden müsse. „In den Zeiten des demografischen Wandels und der schwindenden Bereitschaft zur dauerhaften Übernahme von Ehrenämtern dürfen wir uns nicht zurücklehnen und abwarten“, so Demal. Vielmehr müssten nachhaltige Konzepte zur Festigung und Stärkung der Personaldecke entwickelt werden.

Ähnlich äußerte sich der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Mayer, der unter anderem auf die Aktion „50+“ des Kreisfeuerwehrverbandes hinwies. Im Rahmen dieser Aktion sollen in diesem Jahr wenigstens 50 Quereinsteiger für die Feuerwehren im Landkreis gewonnen werden. Ebenso wie Lutz Schönthal, Leiter des Polizeireviers Waldstadt, dankte er den Feuerwehrleuten für ihre Arbeit im vergangenen Jahr.

Die für 25 und 40 Jahre aktiven Dienst vom Land geehrten FeuerwehrleuteZuvor hatte Mayer Tobias Friese, Wolfram Greilach, Gerhard Grimm, Jörg Hoffmann, Thomas Meier und Armin Mommsen das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25-jährigen aktiven Dienst verliehen. Das Ehrenzeichen in Gold für 40-jährigen aktiven Dienst erhielten Karl Hofheinz, Martin Schokatz und Roland Süss.

Für 15-jährigen Dienst wurden von der Stadt Klaus Dopf, Jens Röhl, Alexandra Süss und Heike Taschler geehrt. 30 Jahre aktiv sind Steffen Britsch, Rainer Gorenflo, Ralf Schritter und Günter Schorb. Für 50-jährigen Dienst wurden Dieter Erb, Johann Heckfuß und Johann Oppholzer, für 60-jährigen Dienst Karl Fetzner, Alfried Friedle und Theo Friedle ausgezeichnet.

Zudem wurden zahlreiche Beförderungen ausgesprochen.