1eab30e39415 Menschen konnte die Feuerwehr Stutensee im vergangenen Jahr aus den verschiedensten Notlagen retten. Mit dieser beeindruckenden Zahl wartete Kommandant Klaus Dieter Süß bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Stutensee auf. Insgesamt rückten die 188 aktiven Feuerwehrleute 97 Mal aus, was einen leichten Rückgang bei den Einsatzzahlen darstellt.

Als besonderes Ereignis, das alle Feuerwehrleute geprägt habe, nannte Süß den Brand in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt. „Trotz modernster Technik und Ausbildung kommen wir an Grenzen, die solche schmerzliche Erfahrungen nach sich ziehen“, so Süß. Auch nannte er die besondere Belastung der Einsatzkräfte durch die ungewohnte Häufung von Unfällen mit Schienenfahrzeugen in Stutensee im vergangenen Jahr. Gerade diese hätten die Einsatzkräfte bis an die Grenzen der psychischen Belastbarkeit gefordert. Glücklicherweise verfüge man über zwei Fachberater „Notfallseelsorge“, die frühzeitig die Betreuung der eingesetzten Kräfte übernehmen könnten, hob Süß hervor. Als weitere besondere Einsätze nannte der Feuerwehrchef einen Wohnhausbrand im Stadtteil Spöck und verschiedene Überlandeinsätze, wie den Brand in einem Hotel in Karlsdorf-Neuthard oder einer Futtermittelfabrik in Gondelsheim. Die dabei erbrachte Arbeit würde sich in Form von Personalkosten im siebenstelligen Bereich bewegen und es sei an der Zeit, diese Leistungen auch entsprechend zu berücksichtigen. Auch habe sich gezeigt, dass man für die Besetzung der Funktion des Feuerwehrkommandanten eine hauptamtliche Lösung in Betracht ziehen müsse.

„Um einen soliden Grundstock für die gestellten Anforderungen zu haben, führten die einzelnen Abteilungen in der Summe insgesamt 162 Übungen durch, die mit rund 6.000 Mannstunden zu Buche schlugen“, führte Süß weiter aus. Zusätzlich hätten zwei Gruppen mit Feuerwehrangehörigen der Abteilungen Blankenloch, Spöck und Staffort das Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt. Weiter seien 75 Lehrgänge auf Kreisebene oder an der Landesfeuerwehrschule besucht worden.

Stadtjugendfeuerwehrwart Marco Süss ließ das Jahr aus der Sicht der Jugendfeuerwehr Revue passieren. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen ging im vergangenen Jahr auf 84 zurück, wobei ein nicht unerheblicher Teil in die Einsatzabteilung wechselte. Den Mädchen und Jungen würde ein vielseitiges Programm geboten.

8327ec54acOberbürgermeister Klaus Demal würdigte den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute und sprach ihnen im Namen der Bevölkerung und der Gremien seinen Dank aus. Wie schon zuvor Süß hob er die Betreuung nach besonders belastenden Einsätzen hervor und rief dazu auf, ein verstärktes Augenmerk auf die personelle Ausstattung der Wehr zu legen. „Es gilt das Schlagwort „Integration“ mit Leben zu erfüllen und sich noch mehr um Feuerwehrleute aus anderen Gemeinden, die in Stutensee arbeiten, zu bemühen“, betonte Demal. Er bestätigte den Feuerwehrleuten auch die uneingeschränkte Unterstützung der Gremien, die wie schon bei anderen Beschaffungen, der Ersatzbeschaffung von zwei Mannschaftswagen und der Neubeschaffung eines Einsatzleitwagens einstimmig zugestimmt hatten.

Seitens der Polizei lobte Revierleiter Lutz Schönthal die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr. Er hob dabei die Mehrbelastung des Ehrenamts, das neben der Berufstätigkeit ausgeübt werde, hervor.

5c76cff39aFür lange Dienstzeiten konnten zahlreiche Feuerwehrkameraden ausgezeichnet werden. Alexander Schokatz wurde mit der bronzenen Ehrennadel für 15-jährigen Dienst geehrt. Die Ehrennadel in Silber für 30-jähirge Feuerwehrzugehörigkeit erhielten Bernhard Bruns, Günther Glasstetter, Gerhard Grimm, Frank Bassler, Kirsten Hofheinz und Frank Süss. 50 Jahre Dienst in der Feuerwehr Stutensee leisten Wolfgang Giraud und Gerhard Lißner, die mit der Ehrennadel in Gold ausgezeichnet wurden. Auf eine besonders lange Dienstzeit können gleich zwei Feuerwehrmänner zurückblicken: Adolf Grimm und Helmut Gamer erhielten den Ehrenteller für 60 Jahre Dienst in der Feuerwehr Stutensee.

6fd2ec3ea9Neben diesen Ehrungen konnten insgesamt 27 Beförderungen ausgesprochen werden. Zu Feuerwehrmännern wurden Mona Luna Banspach, Manuel Brausam, Philipp Breyer, Maximilian Greilach, Pascal Hofheinz, Sebastian Mayer, Saskia Oehler, Sönnich Olesen, Thomas Riedel, Sören Schiele , Verena Schmidt, Philipp Waldenmeier und Michael Wenig ernannt. Zum Oberfeuerwehrmann wurde Florian Schmalz befördert. Hauptfeuerwehrmänner wurden Jörg Baumer, Sascha Hanke, Gregor Peters und Matthias Röll. Zum Löschmeiser ernannt wurden Steffen Binninger, Jens Nötzel, Dominik Schäfer, Fabian Seitz, Torsten Wehler und Christian Wegmer während Jens Gorenflo zum Oberlöschmeister befördert wurde. Brandmeister wurde Francesco Bugiada, Oberbrandmeister Ralf Baumer.