Die Modellwelt von oben.Was kann denn die Jugendfeuerwehr der 2. Ausstellung der Stafforter Künstler und Sammler beitragen? Eine ganze Menge. Davon konnten sich die zahlreichen Besucher der viertägigen Veranstaltung überzeugen. Zum einen wurde eine kleine Modellwelt ausgestellt und zum anderen ein selbst gemachtes Ökoboot.

Der ein oder andere wird sich noch an „Tetra-Power“ erinnern. Mit diesem aus Tetrapacks gebauten Boot gelang der Jugendfeuerwehr Staffort der Sieg bei der Kraichbachreallye 2007 in Ubstadt-Weiher. Bei vielen Teilnehmern und Zuschauern des Spaßbootsrennens löste Tetra-Power damals viel Bewunderung für die Idee und die Bauweise aus. Nun kamen auch die Ausstellungsbesucher in der Dreschhalle in den Genuss und wieder verursachte das Boot staunende Blicke.

Der zweite Teil des Beitrags der Jugendfeuerwehr bildete eine Miniaturwelt. In dieser gibt es allerhand zu sehen: Ein Industriegebiet mit Fabrik, Tankstelle und Werkstatt, eine Altstadt mit Kirche, Fachwerkhäusern und mittelalterlicher Stadtmauer und vieles mehr. Solch eine Miniaturstadt kann für Einsatzsimulationen verwendet werden. Man kann die richtige Fahrzeugaufstellung und das richtige Vorgehen bei Katastrophen trainieren. Ein Brand im Weizenfeld, früher ein Fußabtreter, kann durch schwarze Farbe und Watte dargestellt werden, ein Dachstuhlbrand durch heruntergefallenen Miniplastikziegeln und Disconebel. So bringt der Spieltrieb und Bastelspaß ein Produkt zustande, das der Ausbildung in der Feuerwehr einen wichtigen Beitrag leistet.

v.l.n.r.: Anika Garrecht, Manuel Brausam, Stefan Hauth, Robin Banspach, Markus Bonk, David BeckerBereits vor zwei Jahren begann Stefan Hauth mit einigen Helfern mit dem ersten Bauabschnitt. Auf einer Holzplatte als Basis, wird mit Gips das Profil der Landschaft modelliert. Farbe und Spielzeugbäume erzeugen die Modellvegetation, die Häuser werden aus Spielzeugbausätzen gebastelt, kleine Autos und Menschen vervollständigen die Miniwelt. Dieses Jahr wurde ein weiterer Bauabschnitt fertig gestellt. Dort schlängelte sich sogar ein Bach aus Kerzengel durch die Landschaft.

Vom 1. Mai bis zum darauf folgenden Sonntag konnte eine Vielzahl von Besuchern die Arbeit bewundern und auch den Erbauern machte die Präsentation großen Spaß, sodass gleich beschlossen wurde demnächst einen weiteren Bauteil in Angriff zu nehmen.