Die beiden neuen Fahrzeuge der Feuerwehr Stutensee vor dem SchlossGleich zwei Einsatzfahrzeuge wurden am Freitag der Feuerwehr Stutensee übergeben. Neben einer Drehleiter wurde bei der Abteilung Blankenloch auch ein Gerätewagen „Atemschutz“ als Bestandteil des neuen Logistikkonzepts stationiert.

Für Oberbürgermeister Klaus Demal wird mit den neuen Einsatzfahrzeugen ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bürger Stutensees geleistet. Schon deshalb sei der einstimmige Beschluss des Gemeinderats zur Beschaffung der Drehleiter, die mit rund 640.000 Euro zu Buche schlägt, absolut richtig gewesen. „Beide Fahrzeuge sind wichtige Bausteine für unsere Infrastruktur, zu der auch die Sicherheit und die Gefahrenabwehr gehört“, erklärte Demal. Ohne den Landeszuschuss von 220.000 Euro und den Kreiszuschuss von 150.000 Euro für das überörtlich eingesetzte Fahrzeug sei die Investition jedoch nicht zu schultern gewesen.

Oberbürgermeister Klaus Demal bei der FahrzeugübergabeEr hob besonders hervor, dass beide Sonderfahrzeuge von Feuerwehrleuten aller Abteilungen zum Einsatz gebracht und im Verbund mit Fahrzeugen anderer Abteilungen ausrücken. In diesem Zusammenhang würdigte er das Engagement der Feuerwehrleute bei der Vorbereitung der Ausschreibung der und Beschaffung der Drehleiter sowie das zeitintensive Training. „Es war absolut richtig, dass mit der Indienstellung des Fahrzeuges abgewartet wurde, bis alle Handgriffe beherrscht werden und auch die taktischen Entscheidungen schnell und sicher getroffen werden können“, so Demal. Weiter dankte er den Feuerwehrangehörigen, die den gebraucht beschafften Gerätewagen Atemschutz in hunderten von Stunden den Erfordernissen in Stutensee angepasst und den Aufbau erneuert hatten.

Stadtbrandmeister Klaus Feher schilderte die Beschaffung der beiden FahrzeugeNach der Übergabe des symbolischen Fahrzeugschlüssels durch Uwe Freidinger von der Firma Iveco-Magirus, die die Drehleiter baute, an Demal gab dieser ihn unmittelbar an Stadtbrandmeister Klaus Fehrer und Abteilungskommandant Jens Röhl weiter. „Um die Risiken einer modernen hoch technisierten Gesellschaft kontrollieren zu können benötigen wir die entsprechende Technik“, erklärte dieser. „Ich bin überzeugt, dass es uns gelungen ist, bei beiden Fahrzeugen ein hoch wirtschaftliches Ergebnis zu erzielen, dies war bei der Beschaffung der Drehleiter so und auch beim Projekt Gerätewagen Atemschutz“, führte der Feuerwehrchef weiter aus. Anstelle des Umbaus eines vorhandenen Tragkraftspritzenfahrzeugs konnte sehr günstig ein gebrauchtes Fahrzeug mit wesentlich höherem Einsatzwert beschafft werden. Hinsichtlich der Beschaffung der Drehleiter erinnerte er daran, dass bereits in den 90er-Jahren in den strategischen Konzeptionen des Landkreis Stutensee als Standort einer Drehleiter in Betracht gezogen wurde. Der Arbeitskreis, der letztendlich die Beschaffung intensiv und in Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren vorbereitet habe, hätte ein Ergebnis entwickelt, das für sich spreche. Das Fahrzeug käme ab Montag nicht nur in Stutensee und Weingarten, sondern auch in anderen Gemeinden als zweite Drehleiter oder als Ersatzfahrzeug zum Einsatz.

Oberbürgermeister Klaus Demal, Stadtbrandmeister Klaus Fehrer, Abteilungskommandant Jens Röhl und Uwe Freidinger vor der  DLA (K) 23/12Kreisbrandmeister Thomas Hauck beglückwünschte die Bevölkerung zur Indienststellung der beiden Fahrzeuge. Wie seine Vorredner und später auch Ansgar Ljucovic als Vorsitzender des Stadtteilausschusses würdigte er die Bereitschaft der Feuerwehrleute, die zusätzlichen Aufgaben zu erfüllen. Zudem würden durch den gemeinsamen Einsatz auch die Abteilungen noch enger zusammenarbeiten.

Die Drehleiter, die sich durch einen Gelenkarm im Leiterpark auszeichnet, wurde auf einem mit 300 PS motorisierten Iveco-Fahrgestell mit Automatikgetriebe aufgebaut. Zur Beladung gehören unter anderem ein fernsteuerbarer Wasserwerfer, Schleifkorb- und Schaufeltrage, Motorsägen, ein Absturzsicherungsset und ein Rollgliss.