Bei Temperaturen bis zu 400 Grad mussten sich die Kameradinnen und Kameraden am vergangenen Wochenende durch das Feuer kämpfen. Am neuen Feuerwehrhaus in Linkenheim-Hochstetten hatten die Atemschutzgeräteträger des Unterkreises „Untere Hardt“ auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit mit der „Mobilen Übungsanlage Brandeinsatz (MÜB)“ den Einsatz im Brandfalle zu trainieren.

Im Gegensatz zu den letzten Jahren fanden an diesem Wochenende ein Kurs für „Beginner“ und für diejenigen, die in den letzten Jahren schon einmal im Brandcontainer trainiert hatten, ein Kurs für „Fortgeschrittene“ statt. Zunächst wurden alle Teilnehmer medizinisch untersucht und erhielten eine theoretische Einführung. Die „Beginner“ konnten sich zuerst ohne Einsatzauftrag im Brandcontainer an die Hitze gewöhnen.

Der Einstieg war für beide Gruppen noch gleich. Über das brennende Treppenhaus drang jeweils ein Trupp mit einem C-Strahlrohr in das Innere der Anlage vor. Während bei der „Beginner“-Gruppe noch zwei Ausbilder betreuend durch das Geschehen bzw. den Einsatz führten, mussten die „Fortgeschrittenen“ wie bei einem normalen Einsatz selbst entscheiden, wie in den einzelnen Situationen zu reagieren war. Zunächst stießen die Atemschutzgeräteträger auf Gasflaschen, die in Flammen standen; diese mussten gekühlt und das Ventil der Flaschen abgedreht werden. Mit einer geschlossenen Tür wurden die Trupps nun vom nächsten Raum getrennt, indem es offensichtlich brannte. Mit der zuvor in der Ausbildung, sowie bei den wöchentlichen Feuerwehrübungen in den verschiedenen Abteilungen, trainierten Vorgehensweise, wurde die Tür geöffnet und sich Zutritt zum nächsten Raum verschafft. Der eigentliche Einsatzauftrag für die neu ausgebildeten Atemschutzgeräteträger lautete die verschiedenen Brandherde zu bekämpfen, während für die schon etwas erfahrenen Teilnehmer die Menschenrettung im Vordergrund stand. Eine Puppe von ca. 50 kg stellte eine verletzte, am Boden liegende Person dar, die von dem Angriffstrupp zunächst von der Gefahr eines Brandherdes und dann zur Einstiegstreppe gerettet werden musste. Schwierigkeiten entstanden hierbei, dass die zuvor schon gelöschten Brandherde wieder entflammt waren und die Trupps sich ihren Rückweg durch erneutes und gezieltes Ablöschen freihalten und sichern mussten.

Im Anschluss an diese Übungen wurden alle Teilnehmer noch einmal medizinisch kontrolliert, sowie es auch für die einzelnen Gruppen eine Nachbesprechung gab. Für viele Teilnehmer war dieses Training eine positive Erfahrung. Jeder konnte sein Selbstbewusstsein und die richtige Selbsteinschätzung stärken, in dem anhand realitätsnaher Situationen trainiert werden konnte. Diese Veranstaltung war für die teilnehmenden Atemschutzgeräteträger ein wichtiger Übungsteil, um auf einen Ernstfall vorbereitet zu sein.