Schwer demolierter PKWVerkehrsunfall in der Johann-Sebastian-Bach-Straße Richtung Ludwig-Gillardon-Hütte lautete der Einsatzbefehl für die abteilungsübergreifende Übung mit den Spöcker Kameraden. Im Hardtwald war in dem Übungsszenario ein PKW nach einer Kollision mit einem Fahrradfahrer von dem Weg abgekommen und gegen einen Baum gefahren. Zunächst sammelten sich alle Einsatzfahrzeuge im Gewerbegebiet Friedrichstal um von dort aus unter Leitung von Frank Giraud gemeinsam zur Einsatzstelle zu fahren.

An der von den Kameraden Armin Mommsen, Andreas Kroninger und Sascha Hanke vorbereiteten Einsatzstelle bot sich ein grausames Bild: quer durch den PKW hatte sich ein Baumstamm gebohrt und somit die zwei Insassen eingesperrt. Das erste Fahrzeug, das LF 16 von Friedrichstal, übernahm die Betreuung und Rettung der Insassen des stark demolierten PKWs. Dabei wurde die Gruppe von dem Rüstwagen der Abteilung Spöck unterstützt, die den Rettungssatz bereit stellten. Da es bereits dunkel war, wurde die unmittelbare Einsatzstelle vom Gerätewagen aus Friedrichstal ausgeleuchtet während die Einsatzstelle von den Kameraden des LF 8 aus Friedrichtal abgesichert wurde.

Teilweise zerlegter PKWNachdem der durch den PKW gebohrte Baumstamm zersägt und entfernt war, begann die Gruppe des LF 16 unter Leitung von Jens Gorenflo die Insassen zu befreien. Dazu wurde zunächst das Dach des PKW entfernt. Anschließend wurde der Insasse auf der Rücksitzbank aus dem Fahrzeug gerettet. Um den Fahrer zu befreien musste zunächst die Fahrertür entfernt werden, um die im Fussraum eingeklemmten Beine zu befreien.

Nachdem die Einsatzstellenabsicherung aufgebaut war, suchten die Kameraden des LF 8 die Umgebung ab und fanden den verletzten Radfahrer. Nach der medizinischen Erstversorgung konnte dieser dann zu den Einsatzfahrzeugen transportiert werden, um dort weiter versorgt zu werden. Kurze Zeit später tauchte ein aufgeregter Anwohner an der Einsatzstelle auf. Er hatte sich aus seinem Haus ausgeschlossen während drinnen sein Kind bei angeschalteten Herd alleine war. Die Kameraden des LF 8 unter Leitung von Holger Hain übernahmen diesen Teil der Übung und folgten mit Aufbruchwerkzeug und einem Feuerlöscher dem Anwohner. An der Waldhütte brachen sie eine vorbereitete Tür auf und löschen den in einer Metallwanne simulierten Brand.

Insgesamt waren Übungsleiter Armin Mommsen und Einsatzleiter Frank Giraud mit der Leistung der Kameraden während dieser realistischen Übung zufrieden, bei der zwei Kameraden ohne entsprechende Ausbildung die Aufgaben eines Gruppenführers übernahmen. Auch bei einem normalen Einsatz ist es möglich, dass zu wenig Gruppenführer an der Einsatzstelle sind und nicht ausgebildete Kameraden die Aufgabe übernehmen müssen. Nach dem Aufräumen der Einsatzstelle wurden die Kameraden aus Spöck noch zu einem kleinen Imbiss im Friedrichstaler Gerätehaus eingeladen.