Ein großer Flächenbrand hat sich am Mittwochnachmittag vom Naturschutzgebiet Wilhelmsäcker im Stadtteil Spöck sehr bedrohlich bis zu dem nahegelegenen Wohngebiet ausgedehnt. An einzelnen Stellen griff das Feuer auf die Grünanlagen und ein noch nicht bebautes Grundstück in diesem Baugebiet über. Anwohner versuchten mit Gartenschläuchen das Feuer aufzuhalten und ihre Grundstücke und Häuser zu schützen. Das Feuer vernichtete den Bewuchs und viele Pflanzen, Sträucher und Bäume in dem Gebiet auf einer Fläche von 7 Hektar. 

Die Freiwillige Feuerwehr Stutensee wurde um die Mittagszeit am Mittwoch zu einem Flächenbrand alarmiert. Gemeldet war am westlichen Rand des Naturschutzgebietes ein kleineres Feuer mit einer Größe von ca. 100qm. Bereits auf der Anfahrt war für die Feuerwehrleute aus Spöck eine große Rauchsäule zu erkennen. Auch wegen dem nahen Wohngebiet wurde die Alarmstufe sofort erhöht und weitere Feuerwehren aus den umliegenden Orten hinzugerufen. 

Das Feuer breitete sich sehr schnell in Richtung der Wohnbebauung aus. Ein Augenzeuge berichtete: „Eine meterhohe Flammenwand bewegte sich rasend auf den Ort zu“. Die Hauptaufgabe für die Feuerwehr lag deshalb darin, das Feuer vor der Bebauung zu stoppen. An mehreren Stellen hat das Feuer über den Weg auf die Grünanlagen in dem Baugebiet übergegriffen. Hier hatten Anwohner mit Gartenschläuchen das Gras eingenässt und das Feuer gelöscht. An einer Stelle brannten Gras und Büsche auf einem noch nicht bebauten Grundstück. Hier breitete sich das Feuer bis zur Einzäunung der angrenzenden Grundstücke aus. Auch hier konnte die Feuerwehr rasch den Brand löschen und das weitere Ausbreiten verhindern. Wie nahe die Auswirkungen des Feuers im Wohngebiet zu vermerken waren zeigt die Aussage eines Anwohner gegenüber der Feuerwehr: „Ich weiss jetzt, dass all meine Rauchmelder funktionieren, denn sie sind alle losgegangen“. Auf dem Gebiet brannten auch ein landwirtschaftlicher Anhänger, ein Heuballen und mehrere Holzstapel, die als Teil des Naturschutzgebietes dort aufgeschichtet waren.

Die Feuerwehren waren mit 79 Einsatzkräften und 20 Löschfahrzeugen über zwei Stunden im Einsatz, um das Feuer zu löschen. Die Einsatzkräfte kamen aus Stutensee, Bruchsal, Karlsdorf-Neuthard, Graben-Neudorf und Linkenheim-Hochstetten. Den Einsatz leitete der stellvertretende Feuerwehrkommandant Thomas Mack. Er wurde von Feuerwehrkommandant Gregor Peters und der örtlichen Führungsgruppe unterstützt. Einige der Einheiten waren auch am Dienstagnachmittag gemeinsam in Karlsdorf im Einsatz, als dort der Wald brannte.

Ein Landwirt half mit seinem Traktor und einem Grubber der Feuerwehr das Ausbreiten einzudämmen. Hilfreich für den Löscheinsatz war, dass die Feuerwehr in dem Wohngebiet an mehreren Stellen die Hydranten der Wasserversorgung nutzen konnte. Der örtliche DRK Ortsverein Spöck versorgte die Einsatzkräfte mit Getränken. Verletzt hatte sich bei dem Feuer niemand. Die Spöcker Ortsvorsteherin Karin Vogel machte sich vor Ort ein Bild vom Ausmaß des Feuers und den Arbeiten der Einsatzkräfte. Die Polizei war mit Beamten vom Revier Karlsruhe-Waldstadt und vom Polizeiposten Stutensee im Einsatz. Die Brandursache konnte noch nicht ermittelt werden. 

Text: Edgar Geißler Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe