Das EinsatzobjektAm Samstag, den 24.10. fand die diesjährige Herbstübung statt. Ebenfalls an der Übung beteiligt waren Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes Ortsverein Staffort unter der Führung der Vorsitzenden Lotte Müller.

Ziel war es bei dieser Übung den versammelten Zuschauern vor allem die Zeitspanne vom Eintritt eines Unglücks, über die Alarmierung der Feuerwehr, bis zum Eintreffen der ersten Kräfte am Einsatzort zu veranschaulichen. Das Übungsszenario sah folgendes vor: In dem neuerrichteten Backhaus des Obst- und Gartenbauvereins kam es im Verlaufe des Betriebes zu einer Verpuffung mit Brandfolge, wodurch Personen im Gebäude eingeschlossen wurden. Ebenfalls verletzte sich ein Elektriker bei seinen Arbeiten auf einer Garage, welche in dem Gebäude integriert ist.

Eine Verletzte wird ins Freie begleitetDie Übung begann mit einem hörbaren Knall, der die Verpuffung andeutete. Gleich darauf setzte Ralf Baumer, Ausbildungsbeauftragter der Abteilung Staffort, der die Übung im gesamten Verlauf kommentierte, telefonisch den Notruf ab.
Daraufhin ertönte das schrille Piepsen der Meldeempfänger zweier Feuerwehrkameraden, die sich unter dem versammelten Publikum befanden. Nun machten sich diese schnellstens auf den Weg zum Feuerwehrhaus.
Für so manchen Zuschauer wurde hier zum ersten Mal deutlich, wie viel Zeit von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Feuerwehr verstreichen kann.

Rettung in einer SchleifkorbtrageDenn was vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht bewusst ist: Es handelt sich bei weniger als 2% aller Feuerwehrangehörigen in Baden-Württemberg um hauptberufliche Kräfte. Mehr als 98% aller Feuerwehrangehörigen sind ehrenamtlich tätig und versehen somit ihren Dienst neben ihrem jeweiligen Beruf. So befinden sich die Feuerwehrleute einer Freiwilligen Feuerwehr in den seltensten Fällen bereits auf der Wache, sondern müssen sich nach der Alarmierung erst dort einfinden.

Wie auch im Ernstfall blieb die Feuerwehr unter der selbst gesetzten Frist von 10 Minuten, in der die ersten Kräfte nach dem Eingehen des Notrufes vor Ort eintreffen sollen.
Sogleich drangen vier Feuerwehrleute unter Atemschutz in das Gebäude vor, und konnten nach nur kurzer Zeit zwei verletzte Personen an das Rote Kreuz übergeben. Auch konnte die dritte Person mittels Schleifkorbtrage und Steckleiter aus ihrer misslichen Lage befreit werden.

Löschangriff der JugendfeuerwehrDirekt im Anschluss an die Übung der Erwachsenen stellten auch Angehörige der beiden Gruppen der Jugendfeuerwehr ihr Können unter Beweis. Während die Gruppe der 11-17 Jährigen über das Zweite Fahrzeug die Wasserversorgung herstellte, baute die Gruppe der 8-11 Jährigen einen Löschangriff ebenfalls in Richtung des Backhauses auf. Schnell waren 6 Strahlrohre im Einsatz und der Beleg erbracht, dass die Jugendfeuerwehr ihre Leistung sehen lassen kann.

Nachdem sich alle Übungsteilnehmer versammelt hatten, begrüßte der stellvertretende Abteilungskommandant Michael Pfattheicher neben den anwesenden Kameraden und Helfern des Roten Kreuzes auch den Oberbürgermeister Demal, den Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt sowie Ortschaftsratsmitglied Wilhelm Ernst. Bei seiner Rede bedankte sich Herr Demal bei den Freiwilligen für ihr Engagement. Auch Herr Heidt lobte das Zusammenspiel der Organisationen, die bei dieser Übung wie zwei Zahnräder ineinander griffen. Ähnlich äußerte sich Lotte Müller und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit.

Ihren Abschluss fand die gemeinsame Übung im Feuerwehrhaus, in das die Abteilung Staffort alle Teilnehmer zu Essen, Getränken und Geselligkeit einlud.

Wir bedanken uns bei allen, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben.