Zwei Feuerwehrangehörige beim StreichenSamstag der 01.10.11 war ein arbeitsreicher Tag für die Angehörigen der Abteilung Staffort. Wie in allen Feuerwehren des Stadt- und Landkreises Karlsruhe hatte man an diesem Morgen ab 8.00 Uhr mit zehn Personen das Feuerwehrhaus besetzt. Grund dafür, war die Umstellung des digitalen Alarmierungssystems zugunsten einer schnelleren Alarmierung. Und während dieser Zeit musste selbstverständlich die Einsatzbereitschaft sichergestellt sein. Wie die Samstage in den Wochen zuvor hatte man auch diesen mit der Bereitschaftszeit dazu genutzt, um mit den Umbauarbeiten im Feuerwehrhaus fortzufahren. Gegen 14.00 Uhr war die Umstellung erfolgreich Abgeschlossen. Anders als bei vielen anderen Feuerwehren in denen nun die Bereitschaft aufgelöst wurde, versammelten sich in Staffort neben Angehörigen der Einsatzabteilung nun auch zahlreiche Mitglieder der Jugendfeuerwehr.

Zwei Kameraden beim Setzen des StandrohresDenn ab 15.00 Uhr begann die diesjährige Jahreshauptübung. Mit Sondersignal und Martinshorn setzten sich die zwei Löschfahrzeuge der Abteilung in Richtung des evangelischen Gemeindehauses in Bewegung. Dort stellte das Übungsszenario die Mannschaft mit einem Kellerbrand auf die Probe, bei dem noch drei Personen im Gebäude vermisst wurden. Während die Mannschaft des einen Fahrzeuges die Wasserversorgung herstellte, begannen Mitglieder des zweiten Fahrzeuges nach Betreten des Gebäudes mit der Menschenrettung sowie der Brandbekämpfung. Auch mehrere Mitglieder der Ortsbereitschaft des DRK waren neben dem Gemeindehaus in Bereitschaft gegangen. Wie gewohnt wurde das Geschehen während der Übung für die Zuschauer durch einen Kameraden kommentiert und erläutert.

Übergabe einer verletzten Person.Nach kurzer Zeit konnten schon die erste sowie zweite Person ins Freie gebracht und in die Obhut der Angehörigen des Roten Kreuzes übergeben werden. Diese machten sich sofort an die Behandlung der Verletzungen, die den Verletzten zuvor zu Übungszwecken aufgeschminkt worden waren. Kurz darauf wurde auch der dritte Verunglückte aus dem Keller gerettet. An dieser Stelle gilt es die hervorragende schauspielerische Leistung zu loben, die die drei Mitgliedern der Jugendfeuerwehr in ihrer Rolle als Verletzte gezeigt haben. Nachdem der fiktive Brand nun erfolgreich bekämpft und der weiße Übungsrauch durch die Druckbelüftung aus dem Keller verzogen war, konnte die Übung der Einsatzabteilung erfolgreich abgeschlossen werden.

66ff91f324Doch die Hauptübung war an dieser Stelle noch nicht beendet. Nun kamen auch die dreizehn Mitglieder der Jugendfeuerwehr in der Funktion nachrückender Kräfte zum Einsatz. Nach einer Anfahrt mit Sondersignal konnten auch sie zügig mit dem Außenangriff beginnen. Innerhalb kürzester Zeit waren fünf Strahlrohre auf das Gemeindehaus gerichtet und der fiktive Brand professionell gelöscht.

Gemütliches Beisammensein auch bei der JugendIm Anschluss an die Aufräumarbeiten waren alle Teilnehmer von Rotem Kreuz, Feuerwehr aber auch Gäste aus Stadtverwaltung, Ortschaftsrat, Feuerwehrführung und der Presse ins Feuerwehrhaus eingeladen. Bei seiner Ansprachen hob Kommandant Klaus-Dieter Süß die Übung als Beleg für die Einsatzfähigkeit der Abteilung hervor und lobte auch das Engagement, das die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr bewiesen haben. Bürgermeister Dr. Matthias Ehrlein stellte neben der erfolgreichen Übung vor allem die bisher geleistete Arbeit der Abteilung am Feuerwehrhaus in den Mittelpunkt seiner Ansprache. Er Sprach den Angehörigen dafür ein hohes Lob und seinen hohen Respekt aus. Gleichermaßen verdeutlichte er, dass der Stadt durch diese Eigenleistung einiges an Ausgaben erspart blieb und so nun auch eine kleine Teeküche angeschafft werden könnte. Anschließend an die Ansprachen fand der Abend bei Essen und Trinken einen gemütlichen Abschluss.

Die Abteilung Staffort bedankt sich bei der evangelischen Kirchengemeinde für die Zurverfügungstellung des Gemeindehauses sowie dem DRK-Staffort für die freundliche Beteiligung an der Übung. Neben allen Teilnehmern der Einsatz- und Jugendabteilung sei natürlich auch allen Zuschauern für das große Interesse gedankt.