Großeinsatz im KindergartenStadtalarm. Brandeinsatz im Evangelischen Kindergarten Blankenloch. Drei Kinder werden vermisst … Diese Lage will kein Feuerwehrmann jemals bewältigen müssen. Bei der Jahreshauptübung der Jugendfeuerwehr war dies aber genau das Szenario, das die 35 Kinder und Jugendlichen aus allen Stutenseer Stadtteilen gemeinsam anzugehen hatten und es mit viel Teamgeist und Können meisterten.

Zuerst am Einsatzort war die Jugendfeuerwehr Blankenloch. Schnell wurde die Lage vom Gruppenführer erkannt und der Befehl zur Menschenrettung gegeben. Um jedoch zum Gebäude vordringen zu können, musste ein Zaun überwunden werden. Dies gelang mittels zweier Steckleiterteile: Ein Teil wurde über den Zaun gehoben und dagegen gestellt, das andere wurde von außen an das Hindernis gelehnt und mit dem anderen Teil verbunden. So konnten die Jugendfeuerwehrler die Hürde überwinden.

Der Zaun wird überwundenDerweil war bereits die Abteilung Staffort eingetroffen, die einen Innenangriff von einem anderen Gebäudeteil aus, vortrug. Das gestaltete sich jedoch schwieriger als erwartet, da dichter Rauch (in Wirklichkeit natürlich nur Disconebel) das Vorankommen erschwerte. Zusammen mit der sich nun ebenfalls vor Ort befindenden Abteilung Friedrichstal, gelang es zwei Vermisste zu retten.

Im weiteren Verlauf des Übungsszenarios breitete sich das Feuer immer weiter aus, so dass Flammen nun auch aus dem Dach schlugen. Die Jugendfeuerwehr Spöck übernahm es den Brand von außen zu bekämpfen, um so einen größeren Schaden zu verhindern. Der Angriffstrupp der Jugendfeuerwehr Blankenloch hatte mittlerweile auch das letzte vermisste Kind gefunden und dem Schlauchtrupp zur weiteren Versorgung übergeben. Kurz danach konnte „Feuer schwarz“ und damit das Übungsende gemeldet werden.

Rauch erschwerte das VorankommenIn der Übungsnachbesprechung lobte der stellvertretende Stadtjugendwart Michael Pfattheicher die Leistung der Jugendlichen und dankte der ausrichtenden Jugendfeuerwehr Blankenloch unter Jugendwart Benjamin Spickert, der anschließend kurz die Übungsannahme erläuterte. Oberbürgermeister Klaus Demal dankte allen Beteiligten und lobte das Engagement der Jugendlichen. Er schloss seine Ansprache mit dem Leitspruch „Einer für alle und alle für einen“, der heute umgesetzt worden sei und in Zukunft in der Feuerwehr Stutensee im Zentrum stehen solle.

Kommandant Klaus-Dieter Süß zeigt sich ebenfalls beeindruckt von der Leistung, die er für sehr gut befand. Abschließend ernannte er Marco Süss zum neuen Stadtjugendwart, der nun zusammen mit Michael Pfattheicher die Geschäfte der Jugendfeuerwehr bis zu den nächsten Wahlen führen wird.

Der Brand wird gelöschtNach der gelungenen Übung und den Ansprachen gab es für jeden eine heiße Wurst und ein Erfrischungsgetränk zur Stärkung. Zum Schluss geht ein großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen der Jugendübung beigetragen haben.