Jahreshauptversammlung der Abteilung Friedrichstal 2024

Am Freitag, den 12. Januar 2024, fand die 155. Jahreshauptversammlung der Abteilung Friedrichstal der Feuerwehr Stutensee statt. Abteilungskommandant Frank Giraud konnte als Gäste Oberbürgermeisterin Petra Becker, Ordnungsamtsleiter Thomas Schoch, Ortsvorsteher Lutz Schönthal sowie Feuerwehrkommandant Gregor Peters und seitens des Landkreises Unterkreisführer Daniel Antonowitsch begrüßen. Anwesend waren außerdem 28 Kameradinnen und Kameraden der Einsatzabteilung sowie 6 Kameraden der Altersabteilung.

Im Jahr 2023 musste die Abteilung zu insgesamt 49 Einsätzen ausrücken. Im Einzelnen waren es 34 Brandeinsätze, 14 technische Hilfeleistungen und 1 Sicherheitswache.Um auch weiterhin die nötige Kenntnis im Umgang mit Feuerwehrgeräten zu besitzen, nahmen auch 2023 wieder einige Kameraden an verschiedenen Lehrgängen teil. Den Lehrgang Maschinist hat Jeron Mehl erfolgreich abgeschlossen. Im Bereich Motorsägenausbildung hatten Sebastian Schimpgen das Grundmodul und Dominik Wulff, Hans von Holleuffer-Kypke, Philipp Lang und Julian Schepperle das Aufbaumodul erfolgreich absolviert. An einem Fahrsicherheitstraining für Maschinisten nahmen Dominik Wulff und Jeron Mehl teil.

Ein spezielles Allrad-Training hatten Armin Mommsen und Reiner Pfattheicher absolviert. Den Lehrgang zum Atemschutzgeträger schloss Niklas Hengst erfolgreich ab.Weiterer Ausbildungsbaustein für eine gemeinsame Gruppe der Abteilungen Friedrichstal und Staffort war die Bootsausbildung für das neu angeschaffte Feuerwehrboot. Hier wurde Neuland betreten und in die Ausbildung unzählige Stunden und viel Arbeit investiert. Besonders lobend erwähnte Frank Giraud hierbei die Arbeit Jeron Mehls als Ausbildungsleiter. Auch das umfangreiche und anspruchsvolle Paket der von engagierten Ausbildern – zwei davon aus der Abteilung Friedrichstal – neukonzipierten Ausbildung Tür- und Fensteröffnung würdigte Frank Giraud. Bei diesem Ausbildungsmodul wurden an 3 Wochenendterminen alle Feuerwehrangehörigen Stutensees auf die neuangeschafften Werkzeuge qualifiziert, um mit der technischen Entwicklung insbesondere der sich weiter entwickelnden Schließtechnik Schritt zu halten.

Ein besonderer Höhepunkt im vergangenen Jahr war die erfolgreiche Teilnahme an den Leistungsübungen am 1. Juli in Weingarten. Nach langer harter Vorbereitung konnten die Kameradinnen und Kameraden Verena Mecke, Fabian Bresnik, Niklas Hengst und Sebastian Schimpgen das begehrte Abzeichen in Bronze und Nadine Mommsen, Pascal Giraud und Philipp Lang das Abzeichen in Silber entgegen nehmen.Zum Schluss seiner Rede gab Frank Giraud noch einen Überblick über die Personalsituation in der Abteilung Friedrichstal. Durch Wegzug und Austritt oder Übertritt in die Altersmannschaft ergibt sich nun ein Personalstand von 33 aktiven Feuerwehrangehörigen in der Einsatzabteilung. Er bedankte sich bei seinen Stellvertretern Benjamin und Armin Mommsen und bei der gesamten Mannschaft sehr herzlich für ihren aktiven Beitrag und großes Engagement, die Abteilung Friedrichstal am Laufen zu halten. Zudem bei Feuerwehrkommandant Gregor Peters für dessen stets offenes Ohr und Unterstützung.Schriftführerin Verena Mecke ging ergänzend zu den Berichten Frank Girauds auf die vielen guten Beispiele gelebter Kameradschaft, die gemeinsamen Festveranstaltungen und zahlreichen Aktionen ein. Ein bunter Bilderreigen machte dies in ihrer Präsentation anschaulich. Eines der Highlights war auf jeden Fall die Öffentlichkeitsarbeitsaktion mit zwei Fahrzeugen der Einsatzabteilung Friedrichstal gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr und ihrer Feuerwehrspielstraße beim letztjährigen EDEKA-Jubiläum Mitte September.

Jugendgruppenleiter Lukas Bresnik konnte in seiner Ansprache auf ein ereignisreiches Jahr für die Jugendfeuerwehr zurückblicken. 13 Kinder und Jugendliche sind derzeit in der Jugendfeuerwehr der Abteilung Friedrichstal aktiv. 2023 standen neben den normalen Übungsabenden auch zwei Highlights auf dem Dienstplan: Die erfolgreiche Teilnahme an der Jugendflamme 1 und 2 und natürlich der sogenannte „BF-Tag“ – der Berufsfeuerwehr-Tag, bei dem die Jugendlichen 24 Stunden gemeinsam Zeit verbrachten und wie echte Berufsfeuerwehrleute Einsätze und Alltagsleben wie z.B. gemeinsame Mahlzeiten, miteinander teilten. Vor der Übernachtung im Feuerwehrhaus stand noch am Nachmittag eine Schauübung mit der Jahreshauptübung der Stutenseer Jugendfeuerwehr bei der Richard-Hecht-Schule in Spöck auf dem Programm. Die Kinder und Jugendlichen konnten hier bei verschiedenen Einsatzszenarien ihr Können eindrucksvoll unter Beweis stellen. Darunter war das Retten einer Person aus eine Notlage und eine Brandbekämpfung. Im Spätjahr stand dann auch noch ein Besuch bei der Berufsfeuerwehr Karlsruhe auf dem Programm. Die Jugendlichen konnten hier einen Einblick in die Arbeit eines Berufsfeuerwehrmannes und dessen Ausrüstung bekommen. Nach einem Rundgang durch das Wachgebäude besichtigten sie sichtlich begeistert den eindrucksvollen Fuhrpark in der Hauptfeuerwache Karlsruhe. Auch für 2024 ist wieder ein buntes und anspruchsvolles Programm geplant – ohne die tatkräftige Unterstützung der anderen Jugendgruppenleiter, der Einsatzabteilung und der Abteilungsführung wäre das nicht möglich, dafür bedankte sich Lukas Bresnik ausdrücklich.

Feuerwehrkommandant Gregor Peters würdigte in seiner Rede die hohe Leistungsbereitschaft der Abteilung Friedrichstal, die diese in den zahlreichen Einsätzen im Jahr 2023 unter Beweis gestellt hatte. Dabei betonte er, dass weniger die reine Zahl der Einsätze, als vielmehr deren zunehmender Komplexitätsgrad in den Vordergrund zu stellen sei. Er unterstrich, dass es weiterhin Ziel sein müsse, eine effiziente und schlagkräftige Feuerwehr langfristig zu sichern. Hierzu sei es unbedingt notwendig, durch entsprechende Bereitstellung zeitgemäßer Ausrüstung und entsprechender Investition in die Ausbildung mit dem der Technogieentwicklung Schritt zu halten. Lobend hob auch er hier als Beispiel die Arbeit der Projektgruppe Türöffnung und deren erarbeitetes Ausbildungs- und Ausrüstungskonzept hervor. Er bedankte sich bei allen Kameraden für die ehrenamtliche Tätigkeit und ihr hohes Engagement im vergangenen Jahr. Die hervorragende Arbeit der Jugendgruppenleiter sichere zudem den Fortbestand der Feuerwehr, was die konstant hohen Zahlen der Jugendfeuerwehrmitglieder eindrucksvoll bewiesen.

Oberbürgermeisterin Petra Becker lobte in ihrer Rede die herausragende Arbeit der Feuerwehr. Rund um die Uhr ehrenamtlich einsatzbereit zu sein, verdiene höchsten Respekt. Sie versicherte ihre volle Unterstützung, sei es bei der Anschaffung moderner Ausrüstung, in der Bereitstellung notwendiger Ressourcen und vor allem bei der schnellstmöglichen Besetzung der immer noch offenen Stelle in der Feuerwehrverwaltung.

Ortsvorsteher Lutz Schönthal überbrachte die Grüße des Friedrichstaler Ortschaftsrates. Er zeigte sich sichtlich beeindruckt, wie eingespielt und zuverlässig Einsätze und Übungen von Statten gingen und sprach dafür der Abteilung Friedrichstal seinen Lob und Dank aus. Er betonte den hohen Stellenwert der Feuerwehr, den sie auch im Gemeinderat habe. Dies würde sich auch in den Entscheidungsfindungsprozessen dort zeigen: Auch in Zeiten einer angespannte Haushaltslage werde die Sicherstellung einer leistungsfähigen Feuerwehr als Pflichtaufgabe sehr ernst genommen und deren Unterstützung mit den notwendigen personellen und materiellen Ressourcen eine hohe Priorität haben.Mit Ausblick auf das Jahr 2024 hob Lutz Schönthal das Stadtteiljubiläum und das Marktplatzfest im Juli hervor. Er freue sich, dass die Feuerwehr hier mit der Abteilung Friedrichstal und ihrer Firefighterbar wieder fester Bestandteil im Festreigen sei.

Unterkreisführer Daniel Antonowitsch überbrachte die Grüße des Kreisbrandmeisters Jürgen Bordt und des Kreisfeuerwehrverbandes. Auf das Jahr 2023 zurückblickend stellte er fest, dass der Landkreis Karlsruhe zwar von größeren Unglücksereignissen und Katastrophen verschont geblieben sei, dass aber im Hinblick auf andere Regionen in Deutschland wie zum Beispiel die Hochwassergebiete in Norddeutschland dies nicht selbstverständlich sei. Daher wurde bereits in den Aufbau entsprechender Katastrophenschutzeinheiten investiert und die Leistungsfähigkeit weiter ausgebaut. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die großangelegte Verlegeübung „magnumiter“ der Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises, die am 13. und 27. Januar landkreisweit stattfindet.Er freue sich, dass wieder alle Lehrgangsplätze im Unterkreis für 2024 voll belegt seien. Dies sichere nicht nur für die Katastrophenschutzaufgaben einen steten Nachschub an qualifizierten Kräften! Mit diesen Grußworten des Unterkreisführers endete der offizielle Teil der diesjährigen Jahreshauptversammlung.

Ein gemeinsames Essen bildete den Abschluss des Abends. Die Abteilung Friedrichstal blickt nun voller Erwartungen auf das Jahr 2024 und wird auch weiterhin rund um die Uhr, 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr für die Sicherheit der Bevölkerung Stutensees zur Verfügung stehen.

Getreu dem Motto „Wir für Stutensee“.

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