Die Camper (Bild: Dominic Brausam)Ein Zeltlager bei der Jugendfeuerwehr ist für die Teilnehmer eine schöne Sache. Ohne Eltern mit seinen Freunden ein paar Tage im Freien verbringen, Abenteuer erleben, Spaß haben, Gemeinschaftsgefühl und Zusammenhalt, das hört sich doch toll an. All das wurde auch beim Zeltlager der Stafforter Jugendfeuerwehr in der vergangenen Woche geboten.

Die schwere Kette.Vierzehn Kinder und Jugendliche machten sich an Fronleichnam mit ihren Betreuern auf den Weg zum Versuchsgelände der Universität Karlsruhe in Linkenheim-Hochstetten. Ein Areal mit Schuppen, ein Teich mit Fischen, Sandhügel, Gruben und einfach nur viel Platz, waren die Eindrücke, die alle Teilnehmer sammelten. Hier wollten alle die nächsten drei Tage bleiben. Gleich nachdem die beiden großen Mannschaftszelte aufgebaut waren und der Zeltplatz ein wenig hergerichtet war, konnte das Gebiet durch einen Rundgang erkundet werden. In den Schuppen fanden die kleinen Entdecker Werkzeug und alte Baumaschinen, auf die sie auch mal klettern durften. Eine gewaltige Eisenkette sorgte für Erstaunen, da es eines Erwachsenen und zweier Kindern bedarf, um sie hochzuheben.

Auf diesem Hügel wurde ausgiebig getobt.Nach der Tour war dann genug Zeit um sich auszutoben. Fußball, Fangen oder im Sand buddeln, alles sorgte schnell für mächtig Kohldampf. Steaks, Würste, Folienkartoffeln und Stockbrot sollten für Abhilfe sorgen. Dafür musste aber zuerst das Lagerfeuer vorbereitet werden. Mit einem Bagger war schnell ein Loch gegraben in dem die Feuerstelle sicher untergebracht werden konnte. Ein paar Kinder ließen es sich nicht nehmen per Hand ein paar Unebenheiten auszubessern und das Holz aufzuschichten.

Nach Einbruch der Dunkelheit versammelten sich alle am Lagerfeuer. In gemütlicher Runde erzählte man sich Witze und Geschichten, so dass bis kurz vor Mitternacht viel gelacht wurde. Müde verkrochen sich die Kinder in ihren Schlafsack und freuten sich schon auf den nächsten Tag.

Der sollte mit Gruppenspielen ausgefüllt werden, wobei „Räuber und Gendarm“ dafür den Anfang machte. Hierfür mussten die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Da machte eines der Kinder den Vorschlag, dass die Betreuer gegen die Kinder spielen könnten. Die Betreuer stimmten zuerst ein wenig widerwillig zu. Groß gegen klein scheint ja eigentlich unfair. Da die Kinder aber in der Überzahl waren und sich viel besser verstecken konnten, wurde dieser Nachteil ausgeglichen. Nach einiger Zeit machte es allen dermaßen Spaß, dass fast den ganzen Tag eine Runde der nächsten folgte. Einzig das Mittagessen, Spaghetti mit Tomatensoße, war Grund genug das Spielen zu unterbrechen.

Am Abend stand eine Nachtwanderung auf dem Programm. Leider waren einige so müde, dass sie nicht mehr mit wollten. Trotzdem machte sich eine kleine Gruppe auf in den Wald. Nach einer knappen Stunde war der Kurs durchlaufen und nun war auch der Letzte so müde, dass er nur noch schlafen wollte.

Am nächsten Morgen musste leider schon wieder die Heimreise angetreten werden. Nach dem Frühstück packten alle ihre Sachen zusammen und gemeinsam wurden die Zelte abgeschlagen. Etwas traurig und müde schauten alle, als sie in Staffort ankamen. Sie konnten sich aber damit trösten, dass dieses sicher nicht das letzte Zeltlager der Jugendfeuerwehr Staffort war.

Die Jugendfeuerwehr bedankt sich bei Jürgen Hauth und der Universität Karlsruhe für die Zurverfügungstellung des Geländes, den Abteilungen Friedrichstal und Spöck für die Benutzung ihrer MTWs, der Jugendfeuerwehr Spöck für ihr Mannschaftszelt und Ulla Banspach und Beate Jung für einen selbst gebackenen Kuchen bzw. Hefezopf und selbst gemachte Marmelade.

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