Gruppenfoto vor dem Stafforter ZeltEng und matschig, aber trotzdem allerbeste Stimmung – so kann man das Zeltlager der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe 2009 wohl am besten beschreiben. Eng, weil im Lagerort Ettlingen-Schluttenbach über 800 Jugendliche und deren Betreuer auf einem Platz nicht viel größer als ein Fußballfeld zelteten und matschig, weil zwei schwere Unwetter das Gelände in ein Sumpfgebiet verwandelten. Das alles erlebten auch dreizehn Jugendliche mit ihren Betreuern aus Staffort.

Teamwork beim SpüldienstUm für das fünftägige Lager gerüstet zu sein, reisten die Stafforter mit zwei Mannschaftszelten und jede Menge Gepäck in zwei Mannschaftstransportwägen (MTW) an. Nachdem die Zelte eingeräumt und die jeweiligen Schlafplätze hergerichtet waren, wurde der Zeltplatz erkundet. Alles machte einen viel versprechenden Eindruck. Nach der Lagereröffnung mit der Entzündung des Lagerfeuers und dem Abendessen war noch genug Zeit zum Spielen obwohl einige auch das Geschirr spülen mussten, ehe alle müde in ihren Schlafsack krochen.

Trotz Blitz und Donner gut gelauntAm nächsten Morgen stand eine Rallye durch drei Dörfer auf dem Programm. Zu Fuß ging es zuerst nach Schöllbronn um beispielsweise herauszufinden wie viele Fenster das alte Schulhaus hat. Danach lief die Gruppe wieder zurück nach Schluttenbach, wo unter anderem der Umfang der Linde ermittelt werden musste. Am Nachmittag wollte man die Dorfrallye eigentlich in Spessart beenden, aber leider verhinderte dies ein heftiges Unwetter. Dafür hatte die Lagerleitung am Vortag bereits einen Evakuierungsplan ausgearbeitet, so dass alle Lagerteilnehmer mit MTWs in die Festhalle nach Schöllbronn rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten. Nach einer Stunde konnte Entwarnung gegeben werden und am Abend konnten die Jugendlichen den Schrecken in der Lagerdisco mit lauter Musik vergessen.

Der nächste Morgen begann wieder mit einer Evakuierung. Dieses Mal retten sich alle in die MTWs um dort vor dem überraschend aufziehenden Gewitter sicher zu sein. Nach dieser erneuten Nervenprobe hatte sich der Zeltplatz endgültig in eine matschige Schlammlandschaft verwandelt.

Fackelumzug aller LagerteilnehmerAls Lagerdienst mussten die Stafforter neben einer Nachtwache auch 850 Fackeln zusammenbauen, die für den traditionellen Fackelumzug gebraucht wurden. In Rekordzeit wurden Holzgriffe in die Wachsrohre gesteckt, so dass der Umzug pünktlich beginnen konnte. Für die Schluttenbacher war es wohl ein tolles Erlebnis wie sich die vielen Lichter von einem nahe gelegenen Hügel in ihrem Dorf näherten und dabei Lieder aus vielen hundert Kehlen zu hören waren. Auch die Jugendlichen waren nach dieser Nachtwanderung bei bester Laune, wohl auch wegen des guten Mitternachtsessens (Schnitzelweck).

Jugend beim BäumepflanzenBei Sonnenschein und warmem Wetter, begann der vierte Tag, der unter dem Motto „Spiel und Spaß rund um den Zeltplatz“ stand. Es konnten verschiedene Sportarten wie Beachvolleyball und Badminton ausprobiert werden, aber auch Ritterspiele und eine Baumpflanzaktion standen auf dem Programm. Am Nachmittag vergnügten sich die Jugendlichen im Freibad in Schöllbronn. Dort gab es zwei Wasserrutschen und einen Strömungskanal zu erkunden. Obwohl das Wasser ein wenig kalt war tobten die Kinder ausgelassen. Der aufkommende Hunger wurde am Abend bei einem Grillfest vertrieben, zu dem auch einige aktive Kameraden hinzukamen um den Campern einen Besuch abzustatten. Bei den Staffortern gab es Hamburger mit allem drum und dran.

Am nächsten Tag endete das Zeltlager leider schon wieder. Deswegen mussten nach dem Frühstück alle ihre Sachen packen. Nach dem Lagergottesdienst, der vom Spöcker Kameraden Daniel Paulus geleitet und von der Band Frame-Less mit rockigen Liedern begleitet wurde, begann der Abbau der Zelte und die Verladung des Gepäcks in die MTWs. Nachdem alles verstaut war, musste noch das Gelände von allerhand Müll befreit werden. Nach dem Lagerabschluss und der Siegerehrung traten die Stafforter müde aber glücklich den Heimweg an. Alle waren sich einig, dass man nächsten Kreiszeltlager 2011 teilnehmen wolle.

Die Jugendfeuer Staffort bedankt sich bei den Organisatoren und Betreuern. Außerdem geht ein Dank an die Abteilungen Spöck und Friedrichstal für die Überlassung ihrer MTWs. Für die Unterstützung mit einem zweiten Zelt geht ein Dankeschön auch an die Jugendfeuerwehr Spöck.