Die Dreharbeiten sind in vollem GangeEinsätze unter Atemschutz in brennenden Gebäuden sind stets gefährlich. Falls ein Feuerwehrmann in dieser Situation verunglückt, kann ein Sicherheitstrupp ihm zur Hilfe eilen. Dafür muss dieser allerdings genau wissen was zu tun ist und der Verunglückte muss die Ruhe bewahren; Übungseinheiten und Lehrmaterial sind unerlässlich. Zu diesem Zweck wurde am vergangenen Wochenende ein Lehrfilm in und um den Schlachthof in Karlsruhe gedreht. Die Abteilungen Spöck und Staffort von der Feuerwehr Stutensee sowie die Abteilung Daxlanden von der Feuerwehr Karlsruhe unterstützen die Dreharbeiten mit Material und Mannschaft.

Die Schauspielerin Susanne Theil wird in die Feuerwehrtechnik eingewiesen.Samstagmorgen um 8:00 Uhr: Scheinwerfer, Kabel und Mirkrofone werden von dem Team des Filmboards Karlsruhe nach Anweisung von Regisseur Sven Eric Maier in Position gebracht. Schauspieler erhalten von Feuerwehrleuten aus Staffort und Daxlanden eine Einweisung in die Feuerwehrgerätschaften, damit diese Feuerwehrleute glaubwürdig spielen können. Bevor es losgeht, erläutern die Initiatoren des Filmdrehs, Dr. Hennes Obermeyer und Christian Spielvogel, allen Beteiligten was das Ziel des Films sein soll: „Das richtige Vorgehen des Sicherheitstrupps und die Vermittlung einer möglichen Rettungstechnik soll unterhaltsam den Lernenden vermittelt werden.“ Mit dieser Zielsetzung im Hinterkopf, konnten die Dreharbeiten beginnen.

Schauspieler Olaf Creutzburg neben dem LF20/16.Die  Handlung des Lehrfilms ist die Folgende: Die Atemschutzgeräteträger Robert und Tobias haben den Befehl bekommen den Brand im einen Keller zu bekämpfen. Als Tobias Robert auffordert umzukehren, verweigert er dies und geht alleine weiter. Robert verunglückt in der Folge in einem brennenden Raum kann aber einen Mayday-Funkspruch absetzen. Der Sicherheitstrupp — bestehend aus Stefanie und Manuel — können Robert glücklicherweise retten und so endet der Einsatz für alle Beteiligten sowie für den Einsatzleiter Timo schließlich noch glimpflich.

Die Feuersimulatoren laufen auf Hochtouren.Um den brennenden Raum realistisch darzustellen, wurden von der Abteilung Staffort zwei gasbetriebene Feuersimulatoren und ein Nebelgerät in Stellung gebracht, wodurch der Eindruck eines richtigen Brandes entstand. Auch die Maske stand unter der Verantwortung von Stafforter Feuerwehrleuten, die einen offenen Bruch realitätsnah an dem Schauspieler Robert Niemetz schminkten. Die Rettungsszene wurde mit Unterstützung von Daxlandener Feuerwehrmännern gedreht, die dafür ihre Rettungsmulde zur Verfügung stellten.

Kameramann Valentino Herth filmt Stutenseer Atemschutzgeräteträger.Am Sonntag wurden die Außenaufnahmen abgedreht. Zwei Löschgruppen aus Spöck und Staffort fungierten dabei als Statisten, die die Einsatzkräfte mimten. Außerdem wurde die Anfahrt des LF20/16 mit Blaulicht und Martinshorn gefilmt und das LF10/6 diente mehrfach als Hintergrund für Spielszenen, in denen auch Stutenseer Kameraden Sprechrollen hatten.

Schauspieler Robert Niemetz in der Maske.Nach über achtzehn Stunden Dreharbeiten war der Film endlich im Kasten. Alle Beteiligten waren erschöpft, aber zufrieden. Die Szenen für einen kurzweiligen Lehrfilm, der die Ausbildung für Sicherheitstrupps erleichtern soll waren abgedreht. Zusätzlich hatte das Filmteam einen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr gewonnen und die Feuerwehr umgekehrt einen in die Arbeit der Filmschaffenden; ein Gewinn für beide Seiten, obwohl alle unentgeltlich gearbeitet haben.

Derzeit wird der Film geschnitten und nachbearbeitet. Wo und wann Sie das Endergebnis ansehen können, wird an dieser Stelle veröffentlicht.