Michael Pfattheicher und Ilona Fetzner während eines GebetsDie Idee von Pfarrer Wielandt, einen Gottesdienst mit und über die Feuerwehr zu veranstalten, klingt ungewöhnlich wurde aber am Samstag im Rahmen eines Feierabendgottesdienstes überzeugend umgesetzt. Eine ganze Menge von Feuerwehrfrauen und -männer, deren Familien und Jugendfeuerwehrler hatten sich mit den anderen Gemeindemitgliedern in der evangelischen Kirche eingefunden, um dem Motto „Gott zur Ehr’ – dem Nächsten zur Wehr“ neues Leben einzuhauchen.

„In diesem Satz drückt sich das Gebot der Nächstenliebe und die Liebe zu Gott aus.“, sagte Wielandt. Auch wenn der Spruch heute veraltet wirke, handle die Feuerwehr doch noch danach. Sie helfe anderen Menschen, also Gottes Geschöpfe, und dies geschehe damit zu Gottes Ehre.

Zum Thema Feuerwehr wurde auch eine passende Bibelstelle ausgewählt: In der Geschichte von den drei Männern im Feuerofen aus dem Buch Daniel, werden drei israelische Männer vom babylonischen König verurteilt im Feuerofen zu sterben, weil sie sich weigerten ein Götzenbild anzubeten. Ein Engel kommt den Männern in ihrer Not zur Hilfe und alle können den Ofen unversehrt verlassen. „Feuerwehrmänner seind zwar keine Engel, retten aber so wie in der Geschichte, Menschen die in Not geraten sind.“, erklärte Wielandt.

Zum Gottesdienst trugen auch die Feuerwehrleute selbst bei: Ilona Fetzner und Michael Pfattheicher beteten dafür, dass alle Feuerwehrleute immer gesund vom Einsatz zurückkommen. „Wir bitten dich, lass uns mit dem was wir sehen nicht alleine. Hilf uns, die Ereignisse zu verarbeiten.“, hieß es in einer weiteren Fürbitte. Abteilungskommandant Ralf Baumer vermittelte welche Belastung ein Einsatz mit sich bringt. Er erzählte eine Geschichte eines Bremer Feuerwehrmannes, von dessen Gedanken vor, während und nach einem Einsatz.

Thomas Herrmann während seiner MeditationThomas Herrmann zog in einer Meditation Parallelen zwischen der Kirchengemeinde und der Feuerwehr: „Was Pfarrer Wielandt für die Gemeinde, ist der Abteilungskommandant für die Feuerwehr: Anlaufpunkt und Stütze für die ihnen anvertrauten Menschen. Die Gemeindemitglieder und die Feuerwehrangehörigen sind die Basis für eine fruchtbare Arbeit, bringen neue Ideen ein und halten alles am Laufen.“

Nach diesem besinnlichen Abschluss wurde der Gottesdienst mit dem Segen durch Pfarrer Wielandt zum gemütlichen Kirchenkaffe entlassen. Die Abteilung Staffort bedankt sich bei der evangelischen Kirchengemeinde und Herr Wielandt.