So wurde der Maibaum in die Vertikale gebracht.Es kommt im Leben immer anders als man denkt. Dieses Sprichwort bewahrheitete sich beim diesjährigen Maibaumstellen. Man plante mit Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Aber das Wetter wollte da nicht mitspielen. Regen, Wind und nur 11°C waren nicht gerade ideale Bedingungen für diese Aktion. Auch der Verkauf von Grillwürsten, Getränken und Kuchen drohte ins Wasser zu fallen.

Aber die Stafforter Feuerwehr, die bereits zum dritten Mal den Baum stellen wollte und die Bewirtung zusammen mit den Landfrauen übernahm, ist dafür bekannt Probleme jeder Art zu lösen. So kam man mit den Landfrauen überein, dass für den Kuchenverkauf deren Räumlichkeiten benutzt werden durften. Die Würstchen wurden vor dem Kindersaal der evangelischen Kirchengemeinde verkauft, der den Besuchern als Regenschutzraum zur Verfügung stand. Es geht also ein herzliches Dankeschön an den Landfrauenverein Staffort und an die evangelische Kirchengemeinde Staffort-Büchenau für die freundliche und unkomplizierte Unterstützung. Die Probleme mit der Bewirtung waren also gelöst.

Die Jugendfeuerwehr schmückte den Baum.Während die neuen Räumlichkeiten bezogen wurden, fuhren Andreas Boda und Dominic Brausam eine siebzehn Meter lange Birke, die sie kurz vorher geschlagen hatten, vom Stafforter Wald zu ihrem Bestimmungsort. Auf dem Rathausplatz angekommen, wurde der Baum von den Kindern der Jugendfeuerwehr mit roten und gelben Stoffbändern geschmückt. „Diese stehen für die badischen Farben und es entspricht einer alten Tradition sie an der Krone zu befestigen“, erklärte der Ortsvorsteher Ludwig-Wilhelm Heidt in seiner Begrüßungsrede. Nun war aus der Birke ein richtiger Maibaum geworden und konnte von den zahlreichen Besuchern, die trotz Regen kamen, bewundert werden. Er musste „nur“ noch in die Vertikale gebracht werden.

Das Stellen eines so langen und auch schweren Baumes, war ohne maschinelle Unterstützung nicht möglich. Deswegen wurde der Traktor von Andreas Boda zur Unterstützung der Feuerwehr eingesetzt. Boda hob den Baum immer ein Stück an. Dann wurde er von den Feuerwehrmännern mit zwei langen Stangenpaaren gesichert und am Wegrutschen gehindert. Dafür waren drei Mann an jeder Stange nötig. Danach konnte der Kran am Traktor an einer anderen Stelle neu ansetzen um den Baum ein wenig weiter in die Senkrechte zu bringen. Währenddessen rückten die Männer mit den Stangen nach, sodass der Baum gesichert blieb. Aufgrund des Wetters rutschte der Baum einmal aus seiner Sicherung und fiel zurück auf den Boden. Es wurde dabei aber niemand verletzt. Nach diesem Malheur ging aber alles glatt bis der Baum sicher in einer eigens dafür gefertigten Stahlhülse verankert war. Die „Baumsteller“ wurden schließlich für ihre Kraftanstrengung von den Zuschauern mit viel

Applaus belohnt.

Da das Wetter nicht besser werden wollte, wurde das vorgesehene Programm stark verkürzt, aber nicht ohne den Maibaum amerikanisch zu versteigern und gemeinsam, begleitet vom Stafforter Posaunenchor, das Badnerlied zu singen. Nach dem Nervenkitzel und dem Stehen im Regen, stärkten sich die meisten Zuschauer mit den Angeboten der Feuerwehr und der Landfrauen. So verbrachten die Gäste noch ein paar schöne Stunden, trotz des miesen Wetters.

Zum Schluss geht ein großes Dankeschön an alle beteiligten Helfer der Feuerwehr, an die Eltern der Kinder und Jugendlichen für die selbstgebackenen Kuchen und an die Externen Helfer Petra Brausam, Karin Pfattheicher und Andreas Boda für ihre Unterstützung.