In Philippsburg-Rheinsheim brannte das Lager einer BausstofffirmaBei dem verheerenden Großbrand in einer Baustofffirma im Philippsburger Stadtteil Rheinsheim am 5. Mai 2011 waren auch Kräfte der Feuerwehr Stutensee im Einsatz. Bei dem Feuer waren mehrere Lagerhallen vollständig zerstört worden. Weiter über 300 Einsatzkräften von Feuerwehren aus dem nördlichen Landkreis Karlsruhe und aus Rheinland-Pfalz, mehrerer Berufs- und Werkfeuerwehren ist es jedoch gelungen, den eigentlichen Produktionsbereich, auf den die Flammen bereits übergegriffen hatten, zu halten.

Mehrere Lagerhallen stand im VollbrandAm frühen Abend des 5. Mai war das Feuer gegen 18:40 Uhr im Lagerbereich einer Firma, die Dachpappe herstellt, ausgebrochen. Durch die großen Mengen des dort gelagerten Materials konnte sich der Brand rasend schnell auf mehrere tausend Quadratmeter ausbreiten. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich zunächst darauf, die angrenzenden Produktionsbereich sowie mehrere Tanks mit Bitumen und Flüssiggas zu schützen. Obwohl die Arbeiten durch eine enorme Rauchentwicklung und das umher fließende brennende Bitumen erheblich erschwert wurden, gelang es der Feuerwehr eine weitere Ausdehnung des Feuers zu finden.

Mehrere Lagerhallen wurden durch den Brand zerstörtDa klar war, dass sich die Lösch- wie auch die Nachlöscharbeiten sehr lange hinziehen würden, wurden frühzeitig zusätzliche Feuerwehren nachalarmiert. So war es auch möglich, die Einsatzkräfte durch frühzeitiges Herauslösen vor einer Überbelastung durch die äußerst anstrengende Arbeit zu schützen. Nachdem bereits unmittelbar zu Beginn des Einsatzes Angehörige der Feuerwehr Stutensee im Rahmen des Einsatzes der Fernmeldegruppe des Landkreises vor Ort waren, wurde in der Nacht die Abteilung Spöck alarmiert. Atemschutzträger lösten Kameraden vor Ort ab und führten die Löscharbeiten fort. Zudem rückte der Gerätewagen “Atemschutz” der Abteilung Blankenloch aus, um Atemschutztechnik und Filter bereitzustellen.

Mit der Drehleiter wurden die Nachlöscharbeiten unterstütztNachdem am Folgetag die Trümmer der Hallen mit schwerem Gerät auseinandergezogen werden konnten, rückte am Abend auch die Drehleiter aus Blankenloch aus. Mit dem Wenderohr sollten gegebenenfalls wieder aufflammende Brandnester bekämpft werden. Außerdem konnte vom Korb der Leiter aus der gesamte Bereich mit der Wärmebildkamera gut beobachtet werden.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis zum Mittag des 8. Mai hin. Der Schaden geht in die Millionenhöhe.