Einen Sachschaden von rund 200.000 Euro richtete ein Wohnhausbrand im Stutenseer Stadtteil Friedrichstal am Sonntagmorgen an. Kurz vor 10 Uhr war die Feuerwehr zu dem Brand des eingeschossigen Einfamilienhauses in der Margaritenstraße alarmiert worden.

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges war die Sicht im gesamten Straßenzug durch die starke Rauchentwicklung sehr eingeschränkt. Aus dem Küchenfenster und einem Oberlicht des Hauses schlugen den Einsatzkräften Flammen entgegen. Dem Sohn der Familie, der sich beim Brandausbruch alleine im Gebäude befunden hatte, war es glücklicherweise gelungen, sich selbst unverletzt in Sicherheit zu bringen. Erste Löschversuche von Nachbarn mit einem Gartenschlauch und Feuerlöschern waren aufgrund der großen Brandausdehnung erfolglos geblieben.

Mit insgesamt drei C-Rohren gelang es der Feuerwehr rasch, den Brand unter Kontrolle zu bringen. Über eine Steckleiter, die Terrasse und ein Fenster gingen Atemschutzträger gegen die Flammen vor. Unterstützung erhielt die Abteilung Friedrichstal dabei von den Wehren aus Blankenloch und Spöck. Trotz des schnellen Handels konnte die Feuerwehr jedoch nicht verhindern, dass die Küche und die Diele, die bereits in Vollbrand standen, vollkommen zerstört wurden. Durch die starke Hitze- und Rauchentwicklung wurden auch die anderen Räume im Gebäude erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Da in den Holzdecken Brandnester ausfindig gemacht werden musste, wurde die Werkfeuerwehr des Forschungszentrums Karlsruhe mit ihrer Wärmebildkamera nachgefordert. Große Teile der Decke mussten entfernt und abgelöscht werden. Da die Dachkonstruktion ebenfalls stark beschädigt wurde, stütze die Feuerwehr diese ab. Um weiteren Schaden zu verhindern, wurde mit Wassersaugern das Löschwasser wieder aufgenommen und räumte große Mengen elektronischer Geräte aus dem Keller geräumt.
Der Einsatz für die Feuerwehr, die mit neun Fahrzeugen und über 60 Mann unter Führung von Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Süß im Einsatz war, zog sich teilweise bis in die Mittagstunden hin. Der Brandschutt wurde mühevoll ausgeräumt und abgelöscht. Mit zwei Belüftungsgeräten wurde das Gebäude, das durch das Feuer unbewohnbar wurde, rauchfrei gemacht.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Karl-Heinz Würges war vor Ort und informierte sich über das Geschehen. Abgesichert wurden die Einsatzkräfte vom Rettungsdienst und der DRK-Bereitschaft Friedrichstal, die mit zwei Fahrzeugen und acht Helfern vor Ort waren.
Die Brandursache ist bisher unklar. Die Polizei hat das Brandobjekt beschlagnahmt und Ermittlungen aufgenommen.

Um die Unterbringung der Familie bemühten sich Oberbürgermeister Klaus Demal und Ortsvorsteher Kurt Gorenflo, die beide an die Einsatzstelle gekommen waren.

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