Wohnhausbrand.Einen Schaden von 300.000 bis 350.000 Euro richtete ein Wohnhausbrand am Abend des Ersten Weihnachtsfeiertages im Stutenseer Stadtteil Friedrichstal an.

Kurz vor 22:00 Uhr gingen bei der Feuerwehrleitstelle in Karlsruhe zahlreiche Anrufe ein, die einen Brand in einem Gebäude in der Hirschstraße meldeten. Zeitgleich wurden daraufhin die beiden Abteilungen Friedrichstal und Spöck alarmiert. Schon während der Anfahrt konnten selbst in Spöck die Flammen gesehen werden. Da sowohl das erste Obergeschoss als auch der Dachstuhl des Wohnhauses bereits in voller Ausdehnung brannten, wurde die Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten mit der Drehleiter und weiteren Löschfahrzeugen zur Unterstützung nachgefordert. Zusätzlich zu den Kräften in Friedrichstal war die Abteilung Blankenloch vorsorglich in Bereitschaft versetzt worden und hatte das Gerätehaus besetzt.
Durch einen massiven Löschangriff von allen Seiten, bei dem bis zu sechs C-, zwei B- und das Wenderohr der Drehleiter zum Einsatz kamen, gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen auf die unmittelbar angrenzenden Gebäude und eine Metzgerei zu verhindern. Um den erheblichen Wasserbedarf dabei zu decken, wurden zwei Unterflurhydranten und ein Löschbrunnen genutzt. Das Wohnhaus, das sich in einem Hof befand, war beim Eintreffen der ersten Kräfte bereits nicht mehr zu halten.

Wohnhausbrand. Nachdem klar war, dass sich in dem Haus keine Menschen mehr befanden, konzentrierten sich die Maßnahmen auf die Brandbekämpfung. Über Steckleitern und den Balkon eines Nachbargebäudes gelang es, den Brand in Griff zu bekommen. Atemschutzträger gingen über eine außen liegende Treppe und später auch das Treppenhaus in das Gebäude vor und bekämpften das Feuer. Um den immer noch brennenden Dachstuhl endgültig ablöschen zu können, musste die Drehleiter in den engen Hof umgesetzt werden. Vom Korb der Leiter aus wurde das Dach abgedeckt und mit einem C-Rohr Brandnester abgelöscht.

Im Obergeschoss und im Speicher des Gebäudes musste der Brandschutt auseinander gezogen und immer wieder Glutreste gelöscht werden. Die Abteilung Friedrichstal blieb daher bis in den Morgen mit einem Fahrzeug als Brandwache zurück.

Die Feuerwehren aus Stutensee und Linkenheim-Hochstetten waren unter der Leitung von Stadtbrandmeister Klaus-Dieter Süß mit 14 Fahrzeugen und 65 Feuerwehrleuten teilweise bis kurz vor 2:00 Uhr im Einsatz. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Klaus Mayer unterstütze die Einsatzleitung. Zur Absicherung der Feuerwehr waren zwei Rettungs- und ein Notarztwagen sowie die DRK-Bereitschaften aus Friedrichstal und Spöck mit 20 Helfern vor Ort. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz leicht verletzt und musste vom Notarzt ambulant behandelt werden.

Das 39- und 38-jährige Ehepaar und seine neun- und elfjährigen Kindern, die das Haus bewohnten, befanden sich beim Brandausbruch glücklicherweise nicht zuhause. Die Familie, die durch das Feuer ihr gesamtes Hab und Gut verlor, kam bei Verwandten unter. Ein Hund kam dagegen vermutlich in dem Flammenmeer um.

Die Kriminalpolizei hat am Zweiten Weihnachtsfeiertag die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.