8cbbfd8d35Über sechs Stunden war die Freiwillige Feuerwehr Stutensee am Morgen des 20. Januar 2014 bei einem Wohnhausbrand im Stadtteil Staffort im Einsatz.  Kurz vor 8 Uhr waren bei der Feuerwehrleitstelle in Karlsruhe erste Notrufe eingegangen, dass aus dem Dach eines Wohnhauses in der Brühlstraße Rauch austreten würde. Weitere Anrufer meldeten, dass es bereits auch aus dem Dach des Nachbargebäudes qualme. Es wurden daher alle vier Abteilungen der Feuerwehr Stutensee in Marsch gesetzt.

Atemschutzträger drangen in das erste Obergeschoss des leerstehenden Gebäudes vor und konnten dort den Brandherd rasch ausfindig machen. Vermutlich in Folge eines technischen Defekts war der Brand an einem Schaltkasten im Flur ausgebrochen und hatte sich durch die Decke zum Dachstuhl hin durchgefressen. Bedingt durch die Bauweise des älteren Hauses hatte sich das Feuer auch großflächig in der Decke ausbreiten könnten. Offenbar hatte den Flammen jedoch der notwendige Sauerstoff gefehlt, um sich noch weiter auszudehnen. Mit zwei C-Rohren wurde dem Brand der Garaus gemacht. Vom Korb der Drehleiter aus wurde zudem das Dach geöffnet. Ein weiterer Atemschutztrupp war vorsichtshalber im unmittelbar angrenzenden Nachbarhaus mit einem weiteren Rohr in Stellung gegangen, musste jedoch nicht tätig werden.

cf618acfddMit großem Aufwand mussten die Decke, die teilweise durchgebrannt war, und Wände geöffnet werden, um Brandnester, die mit mehreren Wärmebildkameras ausfindig gemacht wurden, abzulöschen. Da hierfür zusätzliche Atemschutzträger benötigt wurden, wurde die Abteilung Büchenau der Feuerwehr Bruchsal zur Unterstützung nachgefordert. Zudem musste die Decke des ersten Obergeschosses abgestützt werden, da mehrere tragende Balken fast vollständig durchgebrannt waren.

Die Feuerwehr Stutensee war unter Leitung von Kommandant Klaus Dieter Süß mit fast 50 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen im Einsatz. Daneben war die Abteilung Büchenau mit sieben weiteren Feuerwehrleuten vor Ort. Der Rettungsdienst, der unter Führung des Organisatorischen Leiters Stefan Sebold mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug angerückt war, musste nicht eingreifen. Die DRK-Bereitschaften aus Friedrichstal und Spöck übernahmen die Versorgung der Einsatzkräfte. Der städtische Bauhof stellte Material für das Abstützen des Gebäudes bereit. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Jürgen Bord war ebenfalls an der Einsatzstelle.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf mehrere zehntausend Euro.